Johann Kresnik hält Gastkurs im Grazer Theater im Palais ab

Johann Kresnik hält Gastkurs im Grazer Theater im Palais ab

erstellt am 04. November 2009

Der Pionier des deutschen Tanztheaters arbeitet mit Schauspielstudierenden der KUG

"Choreografisches Theater"nennt er seine Stücke, die durchgängig auf Provokation und die Sprengung tanzüblicher Ästhetik angelegt sind. Johann Kresnik hat in den letzten Jahrzehnten   die großen Bühnen des deutschsprachigen Raums damit erobert. Erinnert sei nur an seine Anti- Kriegs-Revue „Ernst Jünger“ an der Berliner Volksbühne (1994), seine Österreich-Collage "Wiener Blut" am Burgtheater (1999) oder sein "Ring der Nibelungen: Götterdämmerung/ Siegfried" in Bonn (2008) mit denen er Theatergeschichte schrieb.

Vom Tanzchronisten Jochen Schmidt als "Berserker" unter seinen Regiekollegen bezeichnet, meint Kresnik in einem Interview für DIE WELT zum Thema Theater: "Theater muss aggressiv werden. Neue Formen und Bilder schaffen, um den Zuschauer wieder neugierig zu machen. Vor allem aber ist es notwendig, über Theater eine Meinung zu vermitteln, Stellung zu beziehen."

Im August 2009 inszenierte Kresnik im kärntnerischen Bleiburg das Jura Soyfer Collage "Auf uns kommt es an". Grund für die benachbarten steirischen Kollegen an der Grazer Kunstuniversität, ihn, der seine Karriere vor 50 Jahren in Graz begann, einzuladen. Und er sagte zu. Am 7. und 8. November wird er mit Studierenden des Instituts Schauspiel der KUG einen Gastkurs gestalten.

 


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