"Totaler Change"
"Totaler Change"
Schauspielstudierende der Grazer Kunstuni präsentieren Texte der Wiener und der Grazer Gruppe
Österreichische Dramatik der Sonderklasse bieten die Studierenden mit ihrem Programm "Totaler Change".
Mit Texten aus Peter Handkes "Publikumsbeschimpfung", Gerhard Rühms "Ophelia und die Wörter", Gert Jonkes "Maler und Malerin", Wolfgang Bauers "Ende sogar noch besser als alles gut" oder Konrad Bayers "die boxer" begeben sich die jungen Schauspieleleven des 2. und des 3. Jahrgangs auf eine szenische Entdeckungsreise zu den Avantgardisten der 1950er bis 1970 Jahre.
Ist die Wiener Gruppe wie Peter Weibel meint, als "entscheidenstes Moment der Moderne in Österreich" weitgehend anerkannt, fehlt der Grazer Gruppe, wie sie Alfred Kolleritsch bezeichnet hat, die angemessene internationale Positionierung. Dabei haben die Grazer die Innovationen der Wiener Gruppe aufgenommen und weitergetrieben und aus dem dadaistischen und surrealistischen Zugang einen sehr eigenständigen Weg gefunden – und sind dabei wie Peter Handke und Gert Jonke berühmt geworden.
Die Beziehungen der Wiener und der Grazer Gruppe etwas näher zu beleuchten, ist aber nicht nur Gegenstand des studentischen Projekts der Grazer Kunstuni, sondern auch Thema eines wissenschaftlich Symposium in Mürzzuschlag, das vom kunsthaus muerz in Kooperation mit dem Institut Schauspiel veranstaltet wird.
Zu sehen und zu hören ist das Ergebnis der Arbeit am
Mittwoch, den 13. April um 19.30 Uhr im Theater im Palais in Graz und am
Donnerstag, den 14. April um 19.00 Uhr im clix in Mürzzuschlag.
Der Grazer Hauptplatz (Videoinstallation Peter Venus) wird zum Ort des Geschehens, gut aufgelegt singen die Studierenden "I bin a Wunder" (Bayer) und beweisen die Aktualität der Texte der Wiener und der Grazer Gruppe. Regie führen Kitty Buchhammer, Reinhard Herrgesell-Mitter, Axel Richter und Stefan Suske. Musikalisch betreut wird die Arbeit von David MC Shane und Sandy Lopicic, der seit kurzem das Fach "Theatermusik" an der Grazer Kunstuni unterrichtet.
Text: Institut Schauspiel
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