Entwicklung und Erschließung der Künste

EEK ist als Pendant zur wissenschaftlichen Forschung zu verstehen. Im internationalen Kontext wird oftmals der Begriff „artistic research“ – also „künstlerische Forschung“ - verwendet und steht gleichwertig neben dem Begriff „scientific research“.

EEK ist vor allem auf Erkenntnisgewinn und Methodenentwicklung ausgerichtet. Sie unterscheidet sich prinzipiell von Wissenschaftsdisziplinen wie z.B. Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikologie, welche die Kunst mit wissenschaftlichen Methoden erforschen. EEK bedient sich künstlerischer Methoden, die ein Wechselspiel von künstlerischer Arbeit und deren Reflexion darstellen. So steht sie primär für künstlerische Wissensproduktion getragen durch Methoden­vielfalt.

Entwicklung umfasst die Entwicklung neuer Kunstformen, künstlerischer Ausdruckweisen und Methoden, die sich oft in enger Verbindung mit wissenschaftlicher Forschung oder deren Anwendungen vollzieht.

Erschließung meint u. a. das „Gestalten“ und „erfahrbar Machen“ von Kunstwerken durch die reflektierte Interpretation einer Künstlerin / eines Künstlers.
 

Die Ergebnisse der universitären EEK müssen nachhaltig dem künstlerischen Diskurs und der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zur herkömmlichen künstlerischen Arbeit, deren Ziel vorwiegend die Produktion des Kunstwerkes ist, wird der Fokus um eine intersubjektiv verwendbare Dokumentation eines reflektierenden Prozesses erweitert. Die Abonnements der KUG geben auch einem außenstehenden Publikum die Möglichkeit, am EEK-Geschehen der Universität teilzuhaben. Das seit Herbst 2009 angebotene Studium "Dr. artium", das ein künstlerisches Doktorat ermöglicht, treibt diese Möglichkeiten voran. Zur Erleichterung der Literatursuchesteht  für Bedienstete und Studierende der Universitätcampusweit kostenfrei das das web-basierte Literaturverwaltungsprogramm RefWorks zur Verfügung.
 

In ihren strategischen Schwerpunkten für die nächsten Jahre hat die KUG der EEK insbesondere die Themen Elektronische Medien in Kunst und Wissenschaften, Jazz, Instrumentale Exzellenz und Kammermusik, Musiktheater sowie Zeitgenössische Musik gewidmet.