5. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerb des Landes Steiermark
ZIELE
Die Förderung der Entstehung von neuen Werken für Musiktheater.
Die Förderung von höchsttalentierten KomponistInnen der jüngeren Generation, konkret manifestiert in der Vergabe von Kompositionsaufträgen für zwei Musiktheater-Werke (Einakter) von jeweils 40-50 Minuten Länge, die an der Kunstuniversität Graz zur Uraufführung gelangen werden.
Der Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerb wird von der Kunstuniversität Graz (KUG) als geladener Wettbewerb durchgeführt. Die prämierten KomponistInnen er
halten den Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionspreis des Land Steiermark und damit verbunden einen Kompositionsauftrag für ein Musiktheater-Werk. Der Ablauf ist 3-stufig.
Mit dem Klangforum Wien in der Vorziehprofessur „Performance Practice in Contemporary Music“ (PPCM), der herausragenden Kompositions-Faculty und einem neuen Leading-Team im Musiktheater steht der KUG eine Gruppe von KünstlerInnen zur Verfügung, die unter dem Vorsitz des Rektors der KUG und ergänzt durch Musikredakteure aus Rundfunk und Print die Jury bilden. Diese Jury, in Kenntnis der zeitgenössischen Musik- und Kompositionsszene, lädt viel versprechende KomponistInnen der jüngeren Generation zur Teilnahme am Wettbewerb ein.
WETTBEWERBSBEDINGUNGEN UND ABLAUF
1. Stufe
Die Jury nennt eine Anzahl von KomponistInnen, die zum Wettbewerb eingeladen werden. Voraussetzung ist, dass sie einen Wohnsitz in Europa haben, nach dem 14. Februar 1971 geboren sind und in den letzten Jahren durch ihr kompositorisches Schaffen aufgefallen sind. Diese KomponistInnen werden dazu eingeladen, folgende Unterlagen einzusenden:
Kompositionen: zwei Partituren, darunter mindestens ein Werk mit Orchester oder mit größerem Ensemble, nach Möglichkeit unter Vokal-Einbindung, sowie eine Audio-CD, nach Möglichkeit mit den Aufnahmen der eingereichten Partituren. Die Werke sollen das jeweilige aktuelle kompositorische Schaffen repräsentieren.
Zusätzlich ist als erste Grundidee zu einem Musiktheater-Werk - Einakter von 40 – 50 Minuten Länge – eine Handlungsskizze gefordert: Inhaltsangabe inklusive Librettovorschlag a. literarische Vorlage – wenn ja, welche? b. Neuer Text: Wenn ja, wer schreibt ihn?
Rückmeldungsfrist für geladene TeilnehmerInnen: 28. März 2011
2. Stufe
Die Jury wählt aus diesen Einreichungen im Mai 2011 sechs Personen aus, die aus ihrer Grundidee ein Konzept für ein vollständiges Werk ausarbeiten sollen: vollständiges Libretto, eine Szene von mindestens 5 Minuten Länge in vollständiger Partitur (inklusive Instrumentierung). Für diese Ausarbeitung erhalten sie ein Honorar von 2.500 € pro Person.
Ausarbeitungszeit bis 30. November 2011
3. Stufe
Aus diesen sechs Konzepten wählt die Jury zwei PreisträgerInnen aus, die den Auftrag erhalten, das jeweilige Werk fertig zu stellen. Die PreisträgerInnen räumen der Kunstuniversität Graz unentgeltlich die nicht exklusive umfassende, zeitlich, räumlich und sachlich uneingeschränkte Werknutzungsbewilligung nach §§ 14 bis 18a UrhG an ihren Kompositionen, die im Rahmen des 5. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbs geschaffen werden, ein. Die Uraufführung des Werkes bleibt der Kunstuniversität Graz vorbehalten.
Jurysitzung: spätestens Jänner 2012.
Für den Werkauftrag erhalten die KomponistInnen jeweils EUR 8.000,-.
Abgabefrist für das gesamte Werk: 1. Oktober 2012
Uraufführung und Preisverleihung: voraussichtlich Oktober 2013
Die WettbewerbsteilnehmerInnen akzeptieren mit der Anmeldung die Wettbewerbsbedingungen und den Ablaufplan.
JURY
Georg Schulz als Rektor der KUG
Barbara Beyer (KUG, Institut für Musiktheater)
Pierluigi Billone (KUG, Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren)
Frank Cramer (KUG, Institut für Musiktheater)
Beat Furrer (KUG, Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren)
Uli Fussenegger (Klangforum Wien, PPCM)
Franz Josef Kerstinger (ORF)
Ernst Naredi-Rainer (Kleine Zeitung)
Dimitrios Polisoidis (Klangforum Wien, PPCM)
Gesangsbesetzung (maximal 9 SolistInnen)
maximal 3 Soprane
maximal 2 Mezzosoprane
maximal 1 Tenor (lyrisch oder Charakterfach)
maximal 1 Bariton und/oder 1 Bass
maximal 1 SprecherIn
kein zusätzlicher Chor, kein Counter-Tenor
Hinweisen möchten wir, dass die Produktion von jungen SängerInnen bestritten werden wird, also prinzipiell keine dramatischen Stimmfächer in die Komposition Eingang finden sollen.
Instrumentalbesetzung (8-17 InstrumentalistInnen)
Maximal:
2 Violinen
1 Viola
1 Cello
1 Kontrabass
1 Flöte (Piccolo, Alt-Flöte, Bass-Flöte)
1 Oboe (Englischhorn)
1 Klarinette (B- Klarinette, Es-Klarinette)
1 Sax (S-Sax, A-Sax, B-Sax)
1 Fagott (Kontrafagott)
1 Horn
1 Trompete
1 Posaune
1 Klavier (Celesta, Synthesizer)
2 Schlagzeuge
1 Akkordeon
Die angeführten Instrumente inklusiv Variantinstrumenten dürfen immer nur in solistischer Besetzung Verwendung finden. Der Einsatz von Verstärkung, Live-Elektronik und Zuspielungen ist prinzipiell möglich. Die konkreten Umsetzungswünsche sind in einer späteren Wettbewerbsphase mit dem KUG-Institut für elektronische Musik und Akustik (IEM) abzustimmen.
