"Sein oder Nichtsein" heute eine Frage?
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Schauspielstudierende der Grazer Kunstuniversität präsentieren Shakespeares "Hamlet"
"Hamlet" ist Allgemeingut. Fast jede und jeder hat eine eigene Vorstellung von dieser Figur. Und so sagten denn auch alle bisherigen Inszenierungen eigentlich mehr über den Regisseur und sein Bild aus als über den puren Text. Der ist da. Was machen wir aus ihm.
Diese Frage stellten sich in den vergangenen Wochen die Studierenden des 3. Jahrgangs des Instituts Schauspiel der Grazer Kunstuniversität gemeinsam mit dem mazedonischen Regisseur Aleksandar Popovski. Wie kann das "Sein oder Nichtsein" im Heute besetzt werden, im Träumen, im Schlafen, im Arbeiten….
Die Bühne, gestaltet von der Bühnenbildstudentin der KUG, Christina Romirer, besteht aus lauter Altkleidern, aus denen sich die einzelnen Figuren herausschälen und sich mit ihnen verwandeln. Sie nehmen ihre Identitäten von der Bühne auf. Vom Regisseur zentral angelegt sind die oft gestrichenen Schauspieler-Szenen; sie enthalten das Shakespearsche Bekenntnis zum Theater. Umso interessanter für die angehenden Schauspieleleven diese zu spielen. Die Übersetzung von Heiner Müller trägt das Übrige dazu bei, ist sie doch eine der sprachgewaltigsten Fassungen.
Regisseur, Aleksandar Popovski, der übrigens schon vor einem Jahr mit der zweisprachigen Inszenierung von Ovids "Metamorphosen" im Theater im Palais Furore gemacht hat, ist Teil des interkulturellen Engagements des Instituts Schauspiel. Er zählt im südosteuropäischen Raum zu den jungen Starregisseuren und erhielt erst kürzlich sowohl in Kroatien als auch Serbien die Preise für die beste Regie und Inszenierung seines am Zagreber Schauspielhaus gespielten "Sommernachtstraum" von Shakespeare.
Man darf also gespannt sein, was das junge Team dem Grazer Publikum präsentieren wird.
Premiere ist am 8. Jänner 2009um 19.30 Uhr im Theater im Palais in der Leonhardtsraße
weitere Vorstellungen sind mit Ausnahme des 11.1.2009 (spielfrei) bis 17.1.2009 zu sehen.
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