DAFx´10: Internationale Konferenz zu digitalen Audio-Effekten am IEM

Uwe Neugebauer
Fotos | Videos | 1 von 1 |

DAFx´10: Internationale Konferenz zu digitalen Audio-Effekten am IEM

erstellt am 31. August 2010

13. Konferenz von 6. bis 10.09.2010

Erstmals wird die jährlich stattfindende internationale Audio-Konferenz DAFx – "Digitale Audio Effekte" – von 6. bis 9. September in Österreich ausgetragen. Veranstalter ist das Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) der KUG, etwa 120 TeilnehmerInnen werden erwartet. Den Fokus legen die Audio-ExpertInnen dabei heuer auf die so genannte "ökologische Akustik" und die auditive Kommunikation zwischen Mensch und Maschine.

Ökologische Akustik, eines der Hauptthemen der DAFx´10, beschäftigt sich mit dem Bewusstsein einer Schallemission und arbeitet unter anderem mit Sound Design zur Reduktion von Störwirkungen eines Geräuschs. Zudem wird bei der Grazer Konferenz „Sonic Interaction Design“, sprich Audio in der Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Maschine, thematisiert. Dies passiert unter anderem im Rahmen eines Beitrags über virtuelle Musikinstrumente.

Weitere Themen behandeln die Zeit-Frequenz-Analyse, Physikalische Modellierung, Psychoakustik, "Music Information Retrieval", räumliche Schallfeldanalyse und –synthese sowie praktische Anwendungen.

Die Besonderheit: Für die insgesamt 103 eingereichten Konferenzbeiträge zur DAFx´10 wurde zur wissenschaftlichen Qualitätssicherung durch jeweils drei unabhängige, zufällig gewählte FachexpertInnen eine Bewertung durchgeführt. Nahezu 90 % der Beiträge konnten anhand einer Skala von „-3 bis +3“ ein positives Ergebnis erzielen. Ein hoher wissenschaftlicher Standard kann dadurch garantiert werden, dass für die mündlichen Vorträge (39) und für die Posterpräsentationen (20) nur jene über dem Mittelewert von 1.7 Punkten schlussendlich ausgewählt wurden. Zusätzlich wurde 10 Nachgereihten, sofern JungforscherInnen- und Studierendenbeiträge vorlagen, die Teilnahme in einem speziellen Forum am Tutoriumstag der Konferenz ermöglicht.

Interdisziplinarität als Triebfeder

Das IEM freut sich auf die Ausrichtung der Veranstaltung: "Diese ehrenvolle Aufgabe kommt nicht von ungefähr. Sie lässt sich auf die jahrelange konzentrierte Arbeit hin zur sichtbaren Weltspitze im Bereich der räumlichen Signalverarbeitung und der Klanganalyse und -synthese erklären", so Institutsvorstand Alois Sontacchi. Zusätzlich zu theoretischen wissenschaftlichen Arbeiten sei auch die praktikable Umsetzung von originären Ideen im modernen Musiktheater auf internationalen Bühnen durch das Institut erbracht worden. "Interdisziplinarität verweilt am IEM nicht nur als Schlagwort, sondern ist die Triebfeder im Alltag", so Sontacchi. "Die besondere Schnittstelle von Kunst und Technik, die am IEM täglich gelebt werden kann, wo sich beide Fachbereiche gegenseitig positiv motivieren und beeinflussen, führt zu besonders fruchtbaren Ideen und Umsetzungen."

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://dafx10.iem.at.

Hintergrundinfo:

Diese Konferenz wurde ursprünglich durch eine COST-G6 Action der EU ins Leben gerufen und fand erstmals 1998 statt. Nach sechs Jahren wurden die Förderungen der EU eingestellt, aber diese Konferenz hat sich in der wissenschaftlichen Audio Community als lebensfähige und wichtige Plattform etablieren können. Heute gilt die DAFx als wichtigste wissenschaftliche Audio-Konferenz in Europa und wird von mehr als 100 TeilnehmerInnen jährlich wahrgenommen. Wesentliche Aspekte, die zum Erfolg dieser Konferenzveranstaltung beitragen, sind die überwiegend persönliche Anwesenheit des "Scientifc Committee" vor Ort und der "Peer-review"-Prozess, der eine Auswahl hochwertiger wissenschaftlicher Beiträge garantiert.

 


Kommentare:

Kommentar verfassen:

* - required field

*

*
*

*