Andreas Dorschel erhält Forschungspreis des Landes Steiermark

Foto-Credit: Land Steiermark
Fotos | Videos | 1 von 2 | weiter >

Andreas Dorschel erhält Forschungspreis des Landes Steiermark

erstellt am 09. Dezember 2011

KUG-Professor ausgezeichnet

Andreas Dorschel, Vorstand des Instituts für Musikästhetik der KUG, erhielt am 2. Dezember 2011 aus den Händen von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder den Forschungspreis des Landes Steiermark 2011. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit „Verwandlung. Mythologische Ansichten, technologische Absichten“.

„Um hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Forschung sichtbare Anerkennung zu verschaffen und sowohl anerkannte als auch junge steirische WissenschaftlerInnen in verstärktem Maße zu wissenschaftlichen Leistungen anzuregen, wird der Forschungspreis des Landes Steiermark, dotiert mit € 10.900,-, verliehen“, lautet es in den Ausschreibungskriterien des Landes. Für seine eingereichte Arbeit „Verwandlung. Mythologische Ansichten, technologische Absichten" erhielt heuer Andreas Dorschel den renommierten Preis.

„Andreas Dorschel lädt uns mit seiner Monographie ´Verwandlung. Mythologische Ansichten, technologische Absichten´ zu einer Reise durch die Ideengeschichte der Verwandlung ein. Er überlässt dabei die gewohnten Sitzplätze, auf denen es sich die verschiedenen Wissenschaften bequem machen – oft möglichst genau in der Mitte ihres jeweils eigenen disziplinären Stammesgebiets –, gerne den Ruhebedürftigen und eher Unbeweglichen. Er selbst zieht es vor, nicht etwa zwischen allen Stühlen zu sitzen, sondern virtuos zu tanzen. Dabei spinnt er ein Netz von Verbindungslinien zwischen den verschiedenen Arten, wie Verwandlung gedacht wurde und wird. Serviert wird also ein Menü aus Literatur, Theologie, Alchimie und Biologie – gekocht von einem Philosophen“, so Robert Höldrich, Geschäftsführender Vizerektor der KUG, in seiner Laudatio.

Andreas Dorschel wurde in Wiesbaden geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums war er von 1982 bis 1993 journalistisch tätig. Danach studierte er Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt und an der Universität Wien. 1987 erfolgte der Abschluss zum Magister Artium mit Auszeichnung. Von 1987 bis 1988 war er als studentische Hilfskraft in dem Projekt „Interdisziplinärer Ethikdiskurs“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft tätig, im Anschluss daran wissenschaftliche Hilfskraft in diesem Projekt. 1991 erfolgte auch die Promotion zum Dr. phil. mit der Gesamtnote „magna cum laude“.

Von 1992 bis 1994 war Dorschel Lehrbeauftragter an der Philipps Universität, Marburg und der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt. Von 1994 bis 1997 folgte eine Professur für Kultur- und Zivilisationstheorie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden. 1995 war Dorschel Gastprofessor für Philosophie an der Emory University in Atlanta, USA und von 1997 bis 2002 Lecturer an der University of East Anglia Norwich, England. Zwischen 1999 und 2002 war er außerdem Direktor mehrerer Studiengänge (Philosophie mit Geschichte, Englische Literatur und Philosophie sowie Sozialphilosophie). Im Jahr 2002 habilitierte sich Dorschel an der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern, Schweiz. Seit 2002 ist er Professor für Ästhetik und Vorstand des Instituts für Musikästhetik an der Kunstuniversität Graz, seit 2010 leitet er zudem das Zentrum für Genderforschung an der KUG.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/4888678/DE/#tb5

 


Kommentare:

  • 12.01.2012
  • ddf

Testkommentar


Kommentar verfassen:

* - Pflichtfeld

*

*
*

*