Ophelia tanzt mit Andy Warhol und Lulu amüsiert sich zu Tode

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Ophelia tanzt mit Andy Warhol und Lulu amüsiert sich zu Tode

erstellt am 21. September 2006

Ein szenisch-musikalisches Projekt vom 21. bis 23.9. im Grazer Next Liberty

Am Institut Schauspiel der Kunstuni Graz wird derzeit an einem interessanten szenischen Projekt gearbeitet: Es handelt sich um ein Genderprojekt, an dem fach- und universitätsübergreifend gearbeitet wird. Die Leitung hat Sabine Mitterecker, die Aigner-Rollett-Gastprofessorin an der Kunstuniversität Graz im Sommersemester 2006.



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Das Stück "Ophelia tanzt mit Andy Warhol und Lulu amüsiert sich zu Tode" wird vom 21. bis 23. September 2006 im Theater Next Liberty zu sehen sein. Am Arbeitsprozess sind Schauspiel-, Gesangs- und Bühnenbildstudierende der Kunstuniversität, sowie Germanistik- und Pädagogikstudentinnen der Karl-Franzens-Universität beteiligt. Die Band des Kompositionsstudenten Roland Radlinger ist in das Spiel der 4 Frauen und der 4 Männer eingebunden.



Um die Theaterfiguren Antigone, Hamlet und Lulu werden moderne und klassische Texte von verschiedenen AutorInnen montiert. Einzelne Sprech- und Singstimmen treffen in fragmentarischen Dialogen und im Chor der Sprechenden aufeinander, daraus entstehen szenische Bilder und Inhalte, die immer wieder Flashes auf die Frage nach Geschlechteridentitäten werfen.

Auf dem Theater stellt sich diese Frage besonders intensiv: inwieweit ist darstellerische Identifikation mit einer Rolle, einer fiktiven Figur, überhaupt noch möglich, wenn Geschlecht und Identität als gesellschaftlich konstruiert gelten?



Das Projekt nähert sich wissenschaftlichen Fragestellungen und Erkenntnissen unmittelbar aus der Perspektive künstlerischer Praxis und benennt theoretische Reflexion als wichtiges konstituierendes Element der Theaterarbeit.



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Ziel ist, Studierende dazu anzuregen, sich in ihrem späteren Beruf als kritikfähige und selbstverantwortliche KünstlerInnen zu begreifen. Da sie von Anfang an in den gesamten Erarbeitungsprozess eingebunden sind, entsteht ein für die Beteiligten maßgeschneidertes Theaterformat, sodass das für einige zunächst sperrige "Gender" Projekt zur spannenden Forschungsreise werden lässt.



Zum Einstieg in den Abend lesen die Schauspielstudierenden erstmals Texte der am Projekt beteiligten Germanistikstudentin Natascha Gangl. Zum Ausklang stellen die DarstellerInnen gemeinsam mit der Band das Ergebnis ihrer musikalischen Zusammenarbeit in einem Konzertabschnitt vor.



Es spielen: Anna Rot, Sarah Sanders Martina Kerschhaggl, Christina Russ, Felix Krauss, David Fuchs, Herwig Ofner, Patricio Ramos Pereira



Bühne und Kostüm: Karina Dapra



Musik: Roland Radlinger (Bass/Gitarre), Christof Baumann (Schlagzeug), Christoph Kicker (Gitarre)



Theater Next Liberty; Beginn 19.00 mit der Autorinnenlesung

Freier Eintritt!

 


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