Harald Kaufmann: Musik, Kritik, "Jüdischer Geist"

KUG/Wenzel
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Harald Kaufmann: Musik, Kritik, "Jüdischer Geist"

erstellt am 15. Oktober 2010

Zum 40. Todestag des steirischen Wissenschaftlers und Kritikers

Heuer jährt sich zum 40. Mal der Todestag des bedeutenden steirischen Wissenschaftlers und Kritikers Harald Kaufmann, Gründer des heutigen Instituts für Musikästhetik der Kunstuniversität Graz. Seiner Person ist ein Symposion unter dem Titel "Rationale Durchleuchtung" am 20. und 21. Oktober gewidmet, das zwei große Themen Kaufmanns behandelt: die Musik und ihre Analyse sowie das "Jüdische" in den intellektuellen Kulturen Europas. Organisiert wird die Veranstaltung vom Institut für Musikästhetik der KUG gemeinsam mit dem Centrum für Jüdische Studien der KFU.

"Der Musikkritik gelten vorwiegend Kaufmanns publizierte Essays. Was sie uns noch oder wieder zu sagen haben, wird Gegenstand des ersten Symposiontages sein. Ein Konzert ´in memoriam Harald Kaufmann´ schließt diesen ab", so Andreas Dorschel, Vorstand des Instituts für Musikästhetik. Der zweite Schwerpunkt des Symposions blieb im Zusammenhang mit Kaufmann gänzlich unbekannt, da der Autor seine großangelegte Studie "Geist aus dem Ghetto" unveröffentlicht ließ. Diese Arbeit wird nun vorgestellt und in den Zusammenhang des öffentlichen Redens und Schweigens über das Judentum im Österreich und Deutschland der 1950er und 1960er Jahre gestellt.

Verfechter der Neuen Musik

Das Denken und Wirken Harald Kaufmanns (1927-1970) ist mit der Steiermark eng verbunden. In Feldbach geboren, studierte Kaufmann Philosophie und Musikwissenschaft sowie später auch Rechtswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zu Studienzeiten war er am Aufbau des Grazer Bildungsvereins Urania und an der Gestaltung musikbildender Kurse beteiligt. Er arbeitete unter anderem als Musikkritiker der Grazer "Neuen Zeit". 1967 schließlich gründete er das Institut für Wertungsforschung an der damaligen Akademie für Musik und darstellenden Kunst, der heutigen Kunstuniversität. Kaufmann, nach dem 2. Weltkrieg einer der wenigen Verfechter der Neuen Musik in Österreich, war auch ein wichtiger Unterstützer des „musikprotokoll“ im Rahmen des damals noch jungen Festivals "steirischer herbst". Unmittelbar nach seiner Berufung verstarb er in Graz, mit 42 Jahren.

Symposion „Rationale Durchleuchtung“. Harald Kaufmann (1927 – 1970): Musik, Kritik, „Jüdischer Geist“

Zeit: Mi, 20. Oktober und Do, 21. Oktober 2010

Konzert "in memoriam Harald Kaufmann" am 20. Oktober um 19.30 Uhr

Ort: Florentinersaal, Palais Meran, Leonhardstraße 15

Eintritt: Frei

Weitere Informationen: Maria Klinger, Tel. 0316/389-3140, maria.klinger(at)kug.ac.at         

 




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