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Bedeutende Musikpreise des Landes Steiermark für drei KUG-Musiker_innen

Günter Meinhart; Foto: Clemens Nestroy

Das Land Steiermark hat den Großen Interpretationspreis, den Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis und das Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium 2020 vergeben. Mit Günter Meinhart und Winfried Ritsch wurden zwei KUG-Lehrende zu Preisträgern gekürt, mit Viola Hammer erhält eine preisgekrönte Absolventin das Stipendium.

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Auf Antrag von Kulturlandesrat Christopher Drexler hat die Steiermärkische Landesregierung den einstimmigen Beschluss gefasst, den Großen Interpretationspreis des Landes Steiermark 2020 an Günter Meinhart zu vergeben. Den Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis 2020 erhält Winfried Ritsch, das Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium 2020 Viola Hammer.

Rektor Georg Schulz: Auch ein schöner Erfolg für die KUG

„Ich gratuliere den drei Ausgezeichneten von Herzen zu diesem hoch verdienten Erfolg! Besonders freut mich als Rektor der KUG, dass diese Auswahl drei ganz wesentliche Arbeitsfelder unserer Universität in den Fokus rückt. Sie macht erneut die Bedeutung der KUG für die steirische Kulturlandschaft und ihre Vielfalt sichtbar.“

Der Große Interpretationspreis und der Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis sind mit je 10.000 Euro dotiert, das Stipendium mit 5.000 Euro. Sie werden durch Beschluss der Landesregierung auf Basis einer Jury-Empfehlung vergeben. Nach eingehender Beratung hat die Jury folgende Begründungen für ihre Empfehlungen abgegeben:

Großer Interpretationspreis
Günter Meinhart, 1957 in Graz geboren, zählt seit Jahrzehnten zu den kreativsten Kulturschaffenden des Landes. Ideenreichtum, gepaart mit seinem konsequenten Willen des Schaffens und Erschaffens, ermöglichte die Realisierung unterschiedlicher Projekte im Konzertbereich, und vor allem auch auf dem Gebiet der Musikausbildung. Dabei entstanden im Laufe der Zeit unverzichtbare Leuchtturm-Projekte der steirischen Kulturszene. Scheinbar spielerisch gelingt es ihm, Konzerte auf internationalem Niveau zu verwirklichen, sowie Nachwuchsförderung und Life-Long-Learning miteinander zu vereinen. Bereits im Jahr 1979 gründete der ausgebildete Schlagwerker das Ensemble STUDIO PERCUSSION, mit dem er seit beachtlichen 41 Jahren im In- und Ausland konzertiert. In den Jahren 1985 bis 1987 leitete er das Musikreferat des Forum Stadtpark. Ebenso wurde von ihm die „NIGHT OF PERCUSSION" ins Leben gerufen, welche in den Jahren 2008 bis 2015 im Grazer Orpheum stattfand. Mit „Klangwelt 60+" schafft er die Möglichkeit für eine bis dato in der Musikausbildung der Kulturnation Österreich sträflich vernachlässigte Generation, den oft langgehegten Wunsch zur instrumentalen und/oder gesanglichen Ausbildung zugänglich zu machen und damit – nicht zuletzt – die steirische Kulturszene in die erste Reihe der musikalischen Ausbildung für ALLE Altersklassen in Österreich zu stellen. (Jurybegründung)

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis
Winfried Ritsch – Medienkünstler, Wissenschaftler, Tonkünstler – setzt neben seinen Kompositionen, Medienkunstprojekten und Installationen immer wieder neuartige künstlerische Konzepte um; von Medienkunstlabors, Künstlerinitiativen, bis hin zu Opernproduktionen.
Er ist immer auf der Suche nach neuen „Instrumenten", nach neuen Möglichkeiten und Medienkunsttechnologien, um philosophische Aspekte, gesellschaftsrelevante Themen durch intensiv erlebbare musikalisch-künstlerische Projekte vermitteln zu können.
Der aus Tirol stammende Techniker und Künstler wurde 1964 in Innsbruck geboren und hat wesentlichen Anteil am internationalen Renommee des Instituts für Elektronische Musik und Akustik der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst. (Jurybegründung)

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium
Die 1985 im steirischen Bad Radkersburg geborene Pianistin, Komponistin, Bandleaderin und Arrangeurin Viola Hammer beeindruckte die Jury vor allem durch ihre Vielseitigkeit und durch ihren eigenständigen und experimentierfreudigen Kompositionsstil, der sich lustvoll und schrankenlos aus verschiedenen Genres speist. Als Interpretin ihrer Kompositionen und Arrangements überzeugt die junge Bandleaderin in unterschiedlichen, von ihr gegründeten Formationen. Viola Hammer agiert ebenso sicher und individuell in der pianistischen „Königsdisziplin" Jazzklaviertrio wie mit ihrem abendfüllenden und stimmungsvollen Soloprogramm „Places". Das von ihr initiierte, zwölfköpfige Ensemble „Heartbeat Project" ist ein besonders schönes Beispiel für die stilistische Offenheit und Souveränität dieser hochaktiven Musikerin, sind doch Instrumentalist_innen aus verschiedensten musikalischen Bereichen zwischen Klassik, Jazz und Pop Teil der Unternehmung. Viola Hammer, die an der Grazer KUG Jazzkomposition und Konzertfach Jazzklavier studiert hat, hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie eine starke und eigenständige Stimme in der österreichischen und internationalen Jazzszene ist. (Jurybegründung)

Viola Hammer hat bereits während ihres Studiums an der KUG bei dem von der Universität ausgetragenen internationalen Jazz Comp Graz 2014 mit zwei Preisen (Spezialpreis für Komponistinnen und Publikumspreis) reüssiert.