Jahresbericht 2021

Wie hat sich 2021 angefühlt?

Statements aus der KUG


„2021 war ein anstrengendes und forderndes Jahr für mich, weil einerseits die Pandemie uns noch bzw. wieder fest im Griff hatte und andererseits auch das Miteinander immer wieder auf eine Bewährungsprobe gestellt wurde.
Mein persönliches Fazit von 2021: Ein aufreibendes und emotional forderndes Jahr!“


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„Bei allen Anstrengungen und Herausforderungen, die dieses Jahr mit sich gebracht hat, war es doch eine sehr schöne Erfahrung zu erleben, wie in der Krise aus Zusammenarbeit Teamplay wird, wie sich Dinge tatsächlich zum Besseren verändern lassen, weil jede und jeder ein Stück mehr Verantwortung übernimmt."

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„Wahrscheinlich fühlt sich seit dem 24. Februar auch das Jahr 2021 ganz anders an. Wenn ich jetzt unter dem Eindruck der Ukraine-Krise daran zurückdenke, entspricht das dominante Gefühl einem Achselzucken. Hatte die Pandemie 2020 zuerst Furcht erzeugt und dann Frust, so bin ich ihr im zweiten Jahr vor allem desillusioniert begegnet. Anstrengungen, die sog. 'neuen Realität' aktiv zu gestalten, sind irgendwann eingeschlafen. 2021 war die farblose Zeit zwischen dem Erschrecken der ersten Pandemiephase (2020) und dem Schrecken des Ukraine-Kriegs (2022), es hinterlässt für mich wenig, war in der Erinnerung kurz (und hat sich doch immer wieder sehr lang angefühlt).“

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„...es hat - auch - Besinnen geschenkt; manches Wesentliche wurde sichtbarer...“

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„Für mich war 2021 ein Jahr voller Widersprüche. Negatives gab es genug und mehr als einmal hatte ich das Gefühl völlig im Regen zu stehen, ohne Regenschirm. Doch das Jahr hatte auch gute Seiten. Durch die Absage von Veranstaltungen gab es weniger Termindruck, mehr Zeit für ausgedehnte Spaziergänge, die engste Familie, die Haustiere und Zeit für mich selbst. Durch das Home Office fiel das lästige Pendeln weg und mit Abschalten des PCs war man sofort im Freizeitmodus. Erneut ein Zugewinn an Zeit – die so unglaublich wertvoll geworden ist. Zum Teil kann man also durchaus von einem Zugewinn an Lebensqualität sprechen, wenn man all das Negative großzügig ausklammert. Die Pandemie hat bei mir aber auch zu einem Umdenken geführt: Mir ist meine psychische Gesundheit wichtiger denn je und meine Prioritäten haben sich deutlich verändert. Viele Dinge sehe ich inzwischen deutlich kritischer. Positiv an der Pandemie fand ich übrigens auch, dass die Menschen aufgehört haben krank arbeiten zu gehen und ihre Viren wild zu verbreiten. Aus Angst es könnte Corona sein, blieb man mit einem Schnupfen lieber zu Hause (etwa im Home Office). Ich hoffe, dass wir das auch in Zukunft beibehalten.“

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„2021 war eine einzige Herausforderung und ungeplanter Reifungsprozess, den man dankbar mitnehmen sollte.

  • Für die Kreativität: Wie schaffe ich Lösungen in unmöglichen Situationen?
  • Für die Flexibilität: So schnell umplanen, mussten wir alle wohl noch nie.
  • Für die Ausdauer: Andauernd musste Geplantes verworfen und neu entwickelt werden.
  • Für die Psyche: Wir konnten lernen, angesichts so vieler negativer Vorkommnisse, guter Dinge zu bleiben. Die Grenzen waren so spürbar, wie selten zuvor.
  • Für das soziale Miteinander: Zusammenarbeit in vielen Dimensionen hat sehr geholfen, die Krise zu bestehen.
  • Im technischen Bereich: Man wurde gezwungen, die Medien für den Unterricht zu nutzen. Vieles wird uns als Errungenschaft erhalten bleiben!

Die Liste ließe sich fortsetzen….

Berührend war für mich immer wieder das Erlebnis, Menschen in Präsenz zu treffen, nachdem man wochenlang per Technik kommuniziert hat. Was für ein Unterschied!“

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„2021 war für mich genauso fordernd wie 2020 und auch jetzt empfinde ich die Zeit als schwierig.
Das Gute jedoch ist, dass es gute Möglichkeiten für den Online-Unterricht gibt und so kaum mehr Unterrichtseinheiten entfallen.
Als sehr positiv finde ich die Entwicklung, dass Konferenzen und Meetings online oder hybrid stattfinden und man damit nicht nur das Klima schont, sondern auch viel höhere Teilnehmer*innen Zahlen hat.“


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„Olles Oasch - aber mei, was soll ma machen!“

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„2021 ist für mich das Jahr, das nicht war. Nachdem sich 2020 scheinbar ewig zog, mit dem Schlittern von einem Lockdown in den nächsten, schien  2021 gar nicht zu existieren – alles lief irgendwie ohne Höhepunkte weiter und bevor man sich an das Schreiben des neuen Datums gewöhnt hatte, schlich es sich schon wieder davon. Konversationen und Maßnahmen drehten sich im Kreis, Fatalismus und komplette Flexibilität bei allen
Planungen schien oft die einzige Möglichkeit, weder in Depression noch in Wut zu geraten.
Sicher gab es auch viele schöne Momente, aber nicht genug für ein ganzes Jahr.“


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„2021 war für mich ein sehr aufregendes Jahr, in dem ich viel dazu gelernt habe. Anfängliche Misserfolge haben sich für mich letztendlich als Erfolge erwiesen. Das zweite Jahr der Pandemie hat mir Stille gebracht, die für mich hörbar wurde. Mit Lächeln, positiver Einstellung und dem Glauben an das Gute im Menschen konnte ich in diesem Jahr Berge versetzen, denn Angst ist der schlechteste Berater. Ein Lied war auch im Jahr 2021 für mich von besonderer Bedeutung: Und morgen wird die Sonne wieder scheinen... (aus ‚Morgen‘ von Richard Strauss, Text von John Henry Mackay)“

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„Die Covid-19-Pandemie hatte erhebliche Auswirkungen auf meine Arbeit an der Pannonischen Forschungsstelle. Anstatt jedoch nur Beschränkungen zu sehen, konzentrierte ich mich auf die vielen Möglichkeiten und Alternativen, die sich dank modernster Technik und etwas Kreativität boten: Vorlesungen per Videokonferenz, Betreuung im Distanzmodus, virtuelle Kongresse, Online-Meetings, Online-Beiträge, etc. Ich habe meine Arbeitsmethoden den aktuellen Umständen angepasst und ich halte an diesem Kurs bis heute fest. Dennoch schaue ich zuversichtlich auf das Jahr 2022, denn mit der richtigen Einstellung verbergen sich hinter jeder großen Herausforderung immer auch neue Möglichkeiten.“

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„Den Kulturschaffenden galt mein Mitgefühl. Es kann sich nicht gut anfühlen, ständig in seinen Visionen gebremst zu sein und seinem Beruf nicht nachgehen zu können. Meine Bewunderung galt jenen, die tapfer und humorvoll geblieben sind. Unterm Strich war ich aber einfach nur dankbar dafür, dass wir in einem so begüterten Land mit einem großartigen Gesundheitssystem leben.“

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„Das Jahr 2021 erscheint mir wie ein schwarzes Loch, eingeklemmt zwischen 2020, in dem wir aus der Normalität gerissen wurden und 2022, das uns neben der hoffentlich erfolgenden Verbesserung der COVID-19-Situation und den damit zusammenhängenden Restriktionen den Schrecken des Krieges gelehrt hat.
Nach einem sehr zurückgehaltenen Beginn und einem Sommer, der ein bisschen vorsichtige Normalität mit Veranstaltungen, Konzerten und Aufnahmen gebracht hat, hat sich das Jahr fulminant mit einer zwar milden, aber hartnäckigen COVID-Erkrankung verabschiedet.“