Fachbereich Musikästhetik

Der Fachbereich „Musikästhetik“ wird vom Institut 14 abgedeckt. Damit wird bereits im Strategieprozess diejenige Entwicklung festgelegt, die zur Unbenennung des „Instituts für Wertungsforschung“ in „Institut für Musikästhetik“ führen soll. Das Hinterfragen von Wertungen, welche musikalische Werke in Geschichte und Gegenwart erfahren haben und
erfahren, sowie von Maßstäben des Urteilens, welche diesen Wertungen zu Grunde liegen, war bei der Gründung des Instituts 1967 durch Harald Kaufmann zweifellos ein zentrales Anliegen. Es wurde jedoch bereits im Laufe der 1970er Jahre durch die Leitung von Otto Kolleritsch eine deutliche Hinwendung zu musikästhetischen Fragen vollzogen. Dabei lieferte Adornos Musikästhetik und -soziologie die Grundlage. Mit der Leitung des Instituts durch Andreas Dorschel (ab 2002) wurde die musikästhetische Ausrichtung fortgesetzt, der
Forschungsgegenstand erweitert und eine stärkere Kooperation mit Forschern und Forscherinnen aus dem angelsächsischen Raum erzielt. Obwohl die Musikästhetik allgemein als Teilgebiet der Musikwissenschaft anerkannt wird, fehlt bisher weltweit eine institutionelle Verankerung im universitären Bereich. Das Institut 14 wird somit im internationalen Vergleich die einzige universitäre Institution sein, die sich danach benennt. Diese neue Benennung wird nicht nur der Forschungstätigkeit am Institut besser entsprechen als der
bisherigen, vor allem außerhalb des deutschsprachigen Raums kaum verständlichen Bezeichnung „Wertungsforschung“, sondern verspricht auch eine vorteilhafte internationale Profilierung. Das Institut 14 ist am Musikologie-Studium durch das Modul E „Ästhetik und Gesellschaft“ beteiligt.


Fachbereichssprecher: Univ.Prof. Dr.phil. M.A. Andreas Dorschel