Fachbereich Musikästhetik

Der Fachbereich Musikästhetik wird weitgehend durch das gleichnamige Institut der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz repräsentiert. Es wurde 1967 von Harald Kaufmann unter dem Namen ‚Institut für Wertungsforschung‘ gegründet; da sich diese Disziplinenbezeichnung in vier Jahrzehnten international nicht durchsetzte, erfolgte 2007 die Umbenennung in ‚Institut für Musikästhetik‘.

Musikästhetik untersucht grundlegende Voraussetzungen musikalischer Theorie und Praxis. Ideen wie Form, Struktur, Gehalt, Zeit, Ausdruck, Verstehen, Interpretation und Werk sind für die musikalische Produktion und Rezeption fundamental. Sie bilden den thematischen Kernbereich einer historisch belehrten Philosophie der Musik. Als Ästhetik reflektiert sie, hierin an Kaufmann anschließend, insbesondere Wertungen, die auf Musik (und allgemeiner auf Kunst) bezogen wurden und werden, sowie die Maßstäbe, auf denen solche Wertungen implizit oder explizit beruhen. Typischerweise verfährt Musikästhetik interdisziplinär. Den begrifflichen Reichtum der philosophischen Tradition gilt es zu dem empirischen Wissen von ästhetischen Empfindungen und Urteilen in Beziehung zu setzen, um so die eine wie das andere weiterzuentwickeln.

 

Fachbereichssprecher: Univ.Prof. Dr.phil. M.A. Andreas Dorschel

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