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Severin Prassl

Die Grazer Dommusik unter Albert Anglberger 1972-1984

Abgeschlossen: 01/2017

Inhalt der vorliegenden Arbeit ist eine Darstellung des Wirkens von Albert Anglberger als Domkapellmeister in Graz (1972 – 1984). Nachdem 1971 der damalige Domchor gemeinsam mit seinem damaligen Leiter Alois J. Hochstrasser den Dom verlassen hatte, musste ein neuer Domchor gegründet werden. Dies geschah unter der interimistischen Leitung von HProf. Ernst Triebel. Unter Albert Anglberger wurde die Dommusik umstrukturiert. Der Chor hat zu den Feiertagen und darüber hinaus einmal im Monat an der Domkirche gesungen. Die Gestaltung der übrigen Hauptgottesdienste übernahm sukzessive das Ensemble „pro musica divina“ unter der Leitung von Domorganist Emanuel Amtmann. Das liturgische Repertoire des neuen Domchors waren schwerpunktmäßig die Messen der Wiener Klassik. Neben dem liturgischen Dienst war die Konzerttätigkeit des Domchors ein weiteres Hauptaugenmerk der Ära Anglberger. Trotz mancher Skepsis eroberte der Chor rasch Publikum und Presse mit beispielhaften Interpretationen der großen Oratorienwerke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Frank Martin. Schließlich kehrte der Domchor auch wieder in den Musikverein für Steiermark zurück. Ein großes Merkmal der Tätigkeitsspanne von Anglberger waren die von ihm uraufgeführten Kompositionsaufträge, sowie ein Fokus auf zeitgenössische Kirchenmusik. Anglberger leitete auch das „Collegium musicum“, den Chor der Abteilung Kirchenmusik an der Musikhochschule und den Chor des Bischöflichen Seminars. Desweiteren war er für die Choralschola des Priesterseminars verantwortlich. In Interviews erläutern Anglberger, Dompfarrer emeritus Lafer, Domorganist a.D. Amtmann sowie die langjährige Chorsängerin Glavic zahlreiche Details der Kirchenmusikpraxis zwischen 1972 und 1984.


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  • V 066 745 635 - Masterstudium ; Instrumental(Gesangs)pädagogik - Klassik ; (Gesang - Klassik)