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Die Kunstuniversität Graz trauert um Marina Schreiner

Marina Schreiner; Foto: Silvio Rether

Die Leiterin der Stabsabteilung Sponsoring und Fundraising wirkte mehr als 16 Jahre mit großem persönlichen Engagement an der KUG und hat deren Außenwirkung in dieser Zeit maßgeblich mitgeprägt.

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„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Diese Worte Martin Bubers standen auf einem KUG-Plakat, mit dem in Schaufenstern zahlreicher Grazer Geschäftslokale die Redoute beworben wurde. Im Zuge ihrer über Jahre mit größtem Engagement verfolgten Weiterentwicklung der „Langen Nacht der Kunstuniversität Graz“ hatte Marina Schreiner Kontakt zu all diesen Geschäftsleuten aufgebaut und jede und jeden einzelnen von ihnen dazu gebracht, die Studierenden der KUG in dieser (oder auch anderer) Form zu unterstützen.

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Dieses Motto der damaligen Redoute war auch jenes ihrer Leiterin, Organisatorin und Programmkuratorin. Marina Schreiner arbeitete nicht für die Redoute, sie lebte Redoute. Und dieses Leben war zwischenmenschlich definiert, als ein Miteinander, Füreinander, als ein Aufeinander-Zu-Gehen. Marina Schreiner lebte Begegnung – mit Partnerinnen und Partnern der KUG, die sie gewinnen konnte, ebenso wie mit den Studierenden, für die diese Partnerschaften zum Gewinn wurden. Denn Ziel und Zentrum ihres Wirkens war stets die Unterstützung der jungen Künstlerinnen und Künstler, deren Weg sie als aufmerksame Begleiterin oft lange über das Studium hinaus verfolgte.

Auf Basis und wohl auch nach Vorbild ihrer Kunst der Begegnung wurde unter der Leitung Schreiners das Mentoringprojekt der KUG zur Unterstützung besonders förderwürdiger und -bedürftiger Studierender aufgebaut. Dessen Erfolgsgeschichte beruht auf eben jenem direkten menschlichen Austausch des Mit- und Füreinanders, den sie vorgelebt hat.

Es ist nicht weniger als ein Geschenk für das Haus, dass ihr Vermächtnis in dieser Weise fruchtbringend weiterwirken kann.