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„Dritte Republik“ eröffnet mit KUG-Schauspiel-Studierenden die Saison 2020/21 am Schauspielhaus Graz

Der aktuelle 2. Jahrgang der KUG-Schauspiel-Studierenden in der KUG-Produktion "Der Großinquisitor"; Foto: Johannes Gellner

KUG-Schauspiel-Professor Werner Strenger und KUG-Schauspiel-Studierende des derzeitigen 2. Jahrgangs wirken im Stück „Dritte Republik“ von Thomas Köck am Schauspielhaus Graz mit. Am 11.09.2020 ist dieses in einer Inszenierung von Anita Vulesica erstmals in Österreich zu sehen.

erstellt am:

Dritte Republik (Eine Vermessung) von Thomas Köck
Österreichische Erstaufführung am 11.09.2020
Schauspielhaus Graz


Zum Auftakt der Saison 2020/21 am Schauspielhaus Graz sind ab dem 11.09.2020 neben Schauspiel-Professor und Institutsvorstand Werner Strenger und Absolvent Frieder Langenberger auch die KUG-Schauspiel-Studierenden des aktuellen 2. Jahrgangs in der österreichischen Erstaufführung des Stücks „Dritte Republik“ von Thomas Köck zu erleben. Traditionell gibt es jede Saison eine Kooperationsproduktion von KUG und Schauspielhaus Graz, diese muss in der kommenden Spielzeit leider auf Grund der aktuellen Corona-Krise entfallen. Umso erfreulicher ist es, dass der Cast der Eröffnungsinszenierung von reger KUG-Beteiligung geprägt ist!

Eine Szene aus „Dritte Republik“ brachte Werner Strenger auch im Rahmen von #dramazuhause – einer eigenen Corona-Video-Reihe des Schaupielhaus Graz. Siehe hier!

Über „Dritte Republik“ von Thomas Köck

Thomas Köck gilt als einer der herausforderndsten und gefragtesten Autoren Österreichs, er ist auch in der Autor_innengruppe „Nazis und Goldmund“ aktiv, die Entwicklungen und Aktionen der europäischen Rechten und ihrer internationalen Allianzen beobachtet und kritisch reflektiert. „Dritte Republik“ entstand als Teil seiner „Kronlandsaga“. Hier versucht Köck, die Habsburgermonarchie als Vorgängermodell des vereinigten Europas und eine spekulative Zukunft des Kontinents im Moment des gegenwärtig erstarkenden Nationalismus zusammenzudenken. Die These des Stücks: Nationalitäten sind vor allem für Kriege wichtig und Grenzen, die danach stets neu gezogen werden müssen, können keinen Frieden garantieren. Im Zentrum des Stücks steht eine Landvermesserin, die den Auftrag hat, die Grenzen neu zu vermessen. Dazu begibt sie sich auf eine strapaziöse Fahrt durch die vom Krieg gezeichneten Landschaften der k.u.k.-Monarchie.

Köck bedient sich hierfür einer bildgewaltigen Sprache, Elementen aus Popkultur, Western und Steampunk und spielt mit Motiven, Ideen und Zitaten aus klassischen Werken (u. a. Kafkas „Landarzt“ oder der 7. „Leningrader“ Sinfonie von Schostakowitsch), politischen Theorien und Manifesten (siehe auch der Titel, der auf eine Programmschrift Jörg Haiders aus dem Jahr 1994 referenziert).

Inszeniert wird das Stück von Anita Vulesica, die damit ihr Regie-Debüt in Graz gibt. Anita Vulesica arbeitet als Schauspielerin u. a. am Berliner Ensemble, Deutschen Theater Berlin sowie am Schauspiel Leipzig und ist zunehmend auch als Regisseurin gefragt; u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, Residenztheater München, Theater Basel und an der Volksbühne Berlin.

Regie:

Anita VULESICA

Mit

Frieder LANGENBERGER
Katrija LEHMANN
Evamaria SALCHER
Werner STRENGER
Lukas WALCHER

und

den KUG-Schauspiel-Studierenden des aktuellen 2. Jahrgangs (Gregor AISTLEITNER, Clara-Luise BAUER, Rebekka BIENER, Alexander GERLINI, Levin HOFMANN, Anna KRASEMANN, Yasmin MOWAFEK, Martin Penaloza CECCONI, Izabella RADIC, Georg SANTNER)

sowie einem Kinderchor (als Tonaufnahme)

Nähere Infos und Tickets siehe hier.