Zurück zur Übersicht

Eine Komposition als Betrachtung über das Reisen

Mattetoline; Foto: Pia Palme

Pia Palmes neues Stück „Mattetoline“ feiert im Dezember Premiere: Im Anschluss an die Wiener Uraufführung ist es am 14. Dezember an der Kunstuniversität Graz zu sehen. Die Medienkomposition ist Teil des hier am Zentrum für Genderforschung beheimateten PEEK Forschungsprojekts „On the Fragility of Sounds“.

erstellt am:

DO, 12. & FR, 13. Dezember 2019, 20.00 Uhr
WHITE.BOX im off – Theater
Kirchengasse 41, 1070 Wien
www.off-theater.at

SA, 14. Dezember 2019, 20.00 Uhr
Theater im Palais / Kunstuniversität
Leonhardstraße 19, 8010 Graz
(Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich)

Was macht eine orangefarbene Teppichstange mitten auf einer winzigen, entlegenen Insel im Baltischen Meer? Die Komponistin und Musikerin Pia Palme entdeckte im Herbst 2018 auf der finnischen Insel Örö eine Teppichstange und entwickelte nach eingehenden Experimenten vor Ort eine Performance. „Mattetoline“, das finnische Wort für Teppichstange, wurde schließlich titelgebend für eine Medienkomposition. In mehreren szenischen Anordnungen wird dabei eine Reise an Orte der inneren und äußeren Welt kartografiert.

Unmittelbar nach der Residency in Finnland erfuhr ich, dass mein Antrag für ein künstlerisches Forschungsprojekt über Musiktheater vom FWF Austrian Science Fund bewilligt wurde. Unter dem Titel ‚On the Fragility of Sounds‘ arbeite ich noch bis 2021 an Kompositionen im Feld Musiktheater. Mit meiner Mitarbeiterin Christina Lessiak werden Projekte realisiert, Kompositionsaufträge vergeben, der Prozess wird reflektiert und beschrieben”, führt die Komponistin aus.

Das in diesem Rahmen neu entstandene Stück fußt auf Palmes künstlerischen Forschungsarbeiten im letzten halben Jahr – in Graz, Wien, und zuletzt Banff, Kanada. Eine wichtige Rolle spielen Materialen aus der Natur: Blätter, Schneckenhäuser, Holz, Knochen, Federn. Deren einfache, körperliche Struktur und Vergänglichkeit werden Klang. „Ich beobachte die Natur, verbringe bei jedem Wetter viel Zeit im Freien und arbeite mit meiner direkten Umgebung, mit dem Wald, Pflanzen, Wasser, Gras, Felsen. Unsere Wechselbeziehung mit der Erde steht auf der Kippe. Wir stehen als Menschen an einer Grenze.“ Das Anthropozän bringt für Pia Palme eine bisher ungekannte Dringlichkeit in ihre künstlerische Arbeit.

Mit der Sängerin Annette Schönmüller, dem Perkussionisten Manuel Alcaraz-Clemente (Schallfeld Ensemble) und der Klangregisseurin Christina Bauer wird das experimentelle Werk szenisch und musikalisch umgesetzt. Premiere ist am 12. Dezember im OFF-Theater in Wien.

Das PEEK Forschungsprojekt „On the Fragility of Sounds“ – angesiedelt an der Kunstuniversität Graz (Zentrum für Genderforschung) – läuft bis Februar 2021 unter der Leitung von Dr. Pia Palme. Nähere Informationen und Aktuelles zu dem Projekt finden sich unter www.fragilityofsounds.org

Dank an das Musikreferat MA7 Stadt Wien Kultur für die Förderung der Kompositionsarbeit.
Forschung, Komposition und Produktion gefördert vom FWF Austrian Science Fund im Rahmen des Projektes Artistic Research 537 On the Fragility of Sounds an der KUG Kunstuniversität Graz.


Kontakt

Ansprechpersonen für Rückfragen:
Pia Palme, pia.palme(at)kug.ac.at
Christina Lessiak, christina.lessiak(at)kug.ac.at
Tel. +43 316 389 3231

Mattetoline – eine Umschreitung

Mit
Annette SCHÖNMÜLLER – Mezzosopran
Manuel ALCARAZ-CLEMENTE – Schlagwerk
Pia PALME – Bassblockflöte & Sprechstimme
Christina BAUER – Klangregie (Wien & Graz)
Peter VENUS – Klangregie (Graz)

Installation, Text, Komposition – Pia PALME
Szenisch-dramaturgische Einrichtung – Annette SCHÖNMÜLLER
Produktionsassistenz – Christina LESSIAK

Zählkarten an der Abendkassa, freie Platzwahl
Eintritt frei/pay as you wish

Information: musikzimmer@aon.at
Tel. 0316 3893231