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Klangräume

Georg Friedrich Haas; Foto: Johannes Gellner

Die Musik von Georg Friedrich Haas eröffnet am 30. Jänner neue Klangräume zwischen den Fragmenten des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart. Studierende der Kunstuniversität Graz interpretieren dieses Zusammenspiel zweier künstlerischer Welten im Grazer Stefaniensaal.

aktualisiert am:

MI, 30. Jänner 2019, 19.30 Uhr
GRAZER CONGRESS, Stefaniensaal
18.45 Uhr, Prolog im Saal – Wissenswertes zu Werken und Aufführung:

Studierende der Kunstuniversität Graz über das Mozart-Requiem als Mythos und Fragment sowie über Georg Friedrich Haas und seine Klangräume.

Unter der Leitung von Franz Jochum bringen GesangssolistInnen, der Studiochor und ein Instrumentalensemble der Kunstuniversität Graz Georg Friedrich Haas’ „Sieben Klangräume“ im Stefaniensaal zur Aufführung. Die Haas’sche Komposition von 2005 fügt sich zwischen die einzelnen Sätze von Mozarts „Requiem-Torso“ (die unvollendete Version ohne die Ergänzungen seiner Schüler) ein. Das Fragment selbst erklingt unangetastet.

Als Textgrundlage für die vokalen Passagen diente Haas die harte Antwort, die Mozart auf seine Bewerbung um die Stelle des stellvertretenden Kapellmeisters am Stephansdom zu Wien 1791 erhielt. Darüber hinaus übernimmt Haas – weitgehend – die Besetzung von Mozart und die Grundtonart in d, auf die er eine Obertonreihe für seine Komposition aufbaut.

Über Georg Friedrich Haas
„Wer heute komponieren will, muss innerlich frei genug sein, jene Räume zu erspüren, in denen er/sie sich austoben kann – mehr noch, austoben muss, damit die Musik, die geschrieben wird, auch wert ist, gehört zu werden. Wo auch immer diese Räume sein sollten. Wie auch immer sie erklingen mögen.“
(Georg Friedrich Haas zum Thema „Freiheit“, grazkunst 1/2016)

Der österreichische Komponist wurde in Graz geboren, verbrachte seine Kindheit aber in Vorarlberg in den Bergen – Landschaft und Atmosphäre dort haben ihn nachhaltig geprägt. Sein Studium absolvierte Haas in seiner Geburtsstadt bei Ivan Eröd und Gösta Neuwirth und später in Wien bei Friedrich Cerha. Bis 2017/18 lehrte Georg Friedrich Haas an der Kunstuniversität Graz, seit 2013 ist er MacDowell Professor für Musik an der Columbia University. Laut einer Befragung von mehr als 100 ExpertInnen aus ganz Europa durch das italienische Fachmagazin Classic Voice im Jänner 2017 gilt er als bedeutendster Komponist der Gegenwart.

Das Programm im Detail
Georg Friedrich Haas: Sieben Klangräume zu den Fragmenten des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart für gemischten Chor und Orchester (2005)
SolistInnen: Corina KOLLER – Sopran, Justina VAITKUTĖ – Alt, Shinyoung KIM – Tenor, Christian WESTER – Bass
Studiochor und Instrumentalensemble der Kunstuniversität Graz
Leitung: Agnes SCHNABL, Edward MÜNCH, Yu-Hao HUANG, Suyoung HAM, Raimonda SKABEIKAITĖ (Chordirigierstudierende von Franz JOCHUM und Rahela DURIČ)
Coaching „Klangräume“: Dimitrios POLISOIDIS
Gesamtleitung: Franz JOCHUM

Eintrittskarten: Zentralkartenbüro (0316/830255)/ Abendkasse