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KUG-Film: The Brunch Club

Am 19. Juni 2020 kam „The Brunch Club“ online zur Uraufführung. Wer die Premiere im Netz verpasst hat, kann die Produktion auf der KUG-Schauspiel-Website nachschauen! Der KUG-Film ist auf Basis des Probenmaterials zur gleichnamigen Schauspielproduktion entstanden, die im März „Corona-bedingt“ nicht stattfinden konnte. Für die Regie dieser Arbeit über Zuschreibungen und Rollenbilder des Alltags konnte mit der Autorin und Theatermacherin Ivna Žic ein aktueller Shootingstar der Literatur- und Theaterszene gewonnen werden.

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Uraufführung: 19.06.2020, 17.00 Uhr
Link zu „The Brunch Club“: 
www.kug.ac.at/the-brunch-club  (Der Film ist aktuell noch abrufbar!)

„The Brunch Club“ sollte von einer Gruppe junger Menschen erzählen, die als Strafe für nicht konformes Verhalten einen Tag zusammen verbringen müssen. Ausgangspunkt der geplanten Stückentwicklung waren die Zuschreibungen und die Rollen, die wir tagtäglich spielen. „Für mich soll es ein Stück werden über die Erwartungen, die unsere Umwelt, von der Familie bis zum Studium, aber auch der Beruf, das Theater selbst, an uns stellen“, so die Regisseurin Ivna Žic im Vorfeld. „Es geht um die Frage: Was spielen wir vor – uns selber und den anderen? Wie sehr spielen wir mit?“

In der nun entstandenen filmischen Produktion haben diese Themen eine neue Dimension erhalten. Žic: „Warum bin ich hier?, ist zur Hauptfrage des Prozesses geworden. Und hat sich zugleich gewandelt, ist vielschichtiger geworden: Es geht dabei um die Frage nach dem Probenprozess, nach der Arbeitsweise, nach Theater, dem neuen Alltag — alles ist inbegriffen. Aus einem Tag, aus vielleicht 7 Wochen Proben, sind plötzlich 3 Monate geworden, in denen die Welt eine andere wurde…“ Das Grundthema aber ist geblieben, „was schön ist und zeigt, dass manche Themen in vielen unterschiedlichen Räumen und Zeiten stattfinden können.“

Das nunmehr entstandene Filmprojekt basiert auf einer Mischung aus unfertigem Probenmaterial und Videos aus der Isolation. Die probierende Gruppe war über Nacht zu einer Utopie geworden, dem gegenüber stand der isolierte Einzelne: Gegensätze, die sich – gerade in Bezug auf die Themensetzung – als äußerst produktiv erwiesen. „Man will mit Stückentwicklungen ja immer irgendwie aus der Gegenwart schöpfen. Und plötzlich wird man von dieser so überrannt, wie man es sich nie gedacht hätte.“ Nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form musste unterwegs radikal an die Gegenwart angepasst werden.

Zur Regisseurin

Ivna Žic, geboren 1986 in Zagreb, aufgewachsen in Zürich, ist Theatermacherin und Schriftstellerin, die in Graz bereits durch ihre Tätigkeit für uniT bekannt ist. Als Autorin, Dozentin und Regisseurin wirkte sie außerdem am Maxim Gorki Theater, am Schauspielhaus Wien, am Luzerner Theater, am Schauspiel Essen oder am Theater Neumarkt. Mit den Autorinnen Katja Brunner, Daniela Janjic, Gerhild Steinbuch und Darja Stocker schreibt und performt Žic im Kollektiv als „Institut für Chauvinistische Weiterbildung“. Ihr Romandebüt „Die Nachkommende“ erschien im August 2019 bei Matthes & Seitz und wurde bereits für den Österreichischen und den Schweizer Buchpreis nominiert. Sie ist Teil des neuen Leitungsteams des Theater HORA in Zürich. 

Das Ensemble

Text & Schauspiel: Patrick Bimazubute, Romain Clavareau, Paul Enev, Alina Haushammer, Fanny Holzer, Carmen Kirschner, Ioana Nitulescu, Nataya Sam und Mia Wiederstein (Studierende des 3. Jahrgangs Schauspiel)

Schnitt und Ausstattung: Albert Gitschthaler (Studierender Bühnengestaltung)

Musik: Alexander Xidi Christof und Johanna Seitinger (Studierende von Sandy Lopičić)

Regieassistenz und Dramaturgie: Julia Wurzenberger

Hier geht es zum Film!