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KUG-Online-Symposium: Algorithms that Matter

ALMAT 2020 Sujet; Foto: Sujet

Am 15. September beleuchtet das IEM der KUG in einem Online-Symposium das Thema Algorithmen. Fokussiert wird auf deren Rolle in digitaler Kunst und künstlerischer Praxis. Dieser digitale Forschungsevent ist Teil des umfangreichen Kulturjahr 2020-Projekts „Algorithmic Segments“ des IEM, das noch bis 4. Oktober an unterschiedlichen Orten in Graz und in verschiedenen Formaten erlebbar ist.

erstellt am:

Zur Symposiums-Website bitte hier entlang! (Online seit 15.09.2020)
Fortsetzung: 19.09.2020 mit Internet Round-Tables der Symposiums-Teilnehmer_innen


Das Online-Symposium „Algorithms that Matter“, organisiert von Hanns Holger Rutz & David Pirrò vom Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM), interessiert sich für die genealogischen und prozesshaften Aspekte von Algorithmen und deren transformative Möglichkeiten. Diskutiert werden kritische Ansätze, die sowohl Mystifizierung als auch Kommodifizierung vermeiden und die schwarze „Wunderkiste“ öffnen, die häufig in der Öffentlichkeit präsentiert wird, wenn Algorithmen zur Anwendung kommen. Algorithmen besitzen eine ihnen eingeschriebene materielle Wirkmächtigkeit, die aus der Intra-Aktion von Mensch und Maschine erwächst. In diesen Austauschprozessen erfahren wir Sprünge, Brüche und Biegungen im Fluss. Die rekonfigurative Natur des Algorithmischen prallt zurück und gestaltet dabei unsere Vorstellungen und Ansätze zur künstlerischen Arbeit um. Wenn Algorithmen in den kreativen Prozess eingefügt werden, formen sie diesen Prozess aktiv mit und breiten sich über die Grenzen eines spezifischen Mediums oder Artefakts hinaus aus.

Das Symposium, in Form unterschiedlicher Online-Präsentationen der eingereichten Vorträge, zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen Menschen und Algorithmen neu zu denken, indem eine organische oder ökologische Perspektive eingenommen wird, von welcher aus die Akteur_innen verschränkt sind und gemeinsam Dinge generieren.

Die Grundlage für das Symposium bildet das gleichnamige Projekt ALMAT - Algorithms that Matter. ALMAT ist ein künstlerisches Forschungsprojekt von Hanns Holger Rutz und David Pirrò, das vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF AR 403-GBL) gefördert und vom Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) der Kunstuniversität Graz unterstützt wird. Das Projekt startete 2017 und hat in den letzten Jahren eine Reihe von Fallstudien, Forschungsiterationen und begleitenden Workshops und Tagungen entwickelt, das Symposium 2020 bildet dafür eine wichtige Abschlussveranstaltung.

ALMAT 2020 sollte ursprünglich (06.-07. Juli) im Anschluss an die 8. Konferenz über „Computation, Communication, Aesthetics & X“, kurz xCoAx (08.-10. Juli) stattfinden. xCoAx ist eine Untersuchung der Schnittstelle, an der Computerrechenleistung und Medien auf Kunst und Kultur treffen, in Form einer multidisziplinären Untersuchung über Ästhetik, Berechnung, Kommunikation und den schwer fassbaren X-Faktor, der sie alle verbindet. Mehr dazu unter www.xcoax.org

Über das Kulturjahr 2020-Projekt „Algorithmic Segments“

Im Sommer und Herbst 2020 präsentiert(e) „Algorithmische Segmente“ verschiedene Positionen der Klangkunst und digitalen Kunst, verstreut über Galerien und Museen in der Grazer Innenstadt.
Unter anderem noch bis zum 4. Oktober ist im Stiegenhaus des Kunsthaus Graz eine Klangkunstausstellung mit Arbeiten von Ji Youn Kang, David Pirrò, Daniele Pozzi und Hanns Holger Rutz zu sehen.

Ein Projekt von Hanns Holger Rutz & David Pirrò
Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM)
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Produktion: Nayarí Castillo
Videodokumentation: Victor Jaschke

Co-finanziert durch die Stadt Graz im Rahmen von Graz Kulturjahr 2020.

Näheres und alle weiteren Termine finden Sie unter
https://algorithmische-segmente.mur.at