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KUG-ONLINE-SYMPOSIUM: „MUSIC POURS OVER THE SENSE”

Sujet "Music pours over the sense"

Die Beziehungen zwischen Körper und Sound lotet ein von der künstlerisch-wissenschaftlichen Doktoratsschule der KUG getragenes Online-Symposium am 15. und 16. Mai 2020 aus. Ursprünglich als Live-Event im Forum Stadtpark geplant, setzen die Organisatorinnen – KUG-Senior-Scientist und Performerin Magdalena Chowaniec und die Tanz- und Performance-Künstlerin Veza Fernandez – nun auf das Internet, um Forscher_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen miteinander zu vernetzen. Der Themenkomplex „Body und Sound“ wird dabei auch auf seinen Einfluss in Zeiten der Pandemie und der politischen Krise hin umfassend beleuchtet.

erstellt am:

Online-Symposium: “Music Pours Over The Sense: Experimenting with relationships between body and sound as a transformative practice”
15. und 16. Mai 2020
Live-Stream via Facebook und YouTube


Zwei Tage lang wird im Internet über die Beziehung zwischen Körper und Sound diskutiert und reflektiert. Internationale Expert_innen und Künstler_innen stellen ihre Arbeiten auf einer eigens dafür eingerichteten Website vor und sprechen unter anderem über die Auswirkung der aktuellen Coronakrise auf Körper und Sound. Zum Auftakt des Symposiums fragt Alex Arteaga, Lehrender an der Universität der Künste Berlin, in seiner Lecture nach den Zielen ästhetischer Praktiken in der künstlerischen Forschung.

Im ersten von insgesamt vier Panels setzen sich Veza Maria Fernandez Wenger (ESP/AT), Jule Flierl (DE), Edyta Jarząb (PL) mit den körperlichen und dissidenten Möglichkeiten der Stimme auseinander und setzen diese auch direkt in Bezug zur aktuellen Ausnahmesituation.

„Improvisation“ oder auch die Strategien des kollektiven Tanzens und Musikmachens sind weitere Themenfelder, die im Rahmen von Online-Panels mit internationalen Sprecher_innen aus Tanz, Kunst und Forschung diskutiert werden.

Begleitend zum Symposium finden sich auf der offiziellen Website folgende Materialien und Arbeiten rund um das Thema Körper und Sound:

Alexandra BAYBUTT (UK) & Ivan MIJAČEVIĆ (SLO): Terpsichorean Sonics
Jule FLIERL (DE): Breathing Live – 3 Temporalities
Magdelena HO YAN TANG (HK): Embodied Madrigals as Events: From the Renaissance, to the Renaissance of Performers as Interpreters
Edyta JARZAB (PL): Distance as a Song
Andrea PARKINS (US/DE): Studio Drawing: Sounding Embodiment
Simon ROSE (UK/DE): The Lived Experience of Improvisation in Music and Dance
Kurt SCHATZ (AT): Transforming Movement into Sound: Music-Movement Relationships in the Balinese Mask Dance Jauk keras
Tina STEFANOU (AUS/GR): Grazing on the Grandmaocene
Brigitte WILFING (AT) : Choreographic Composition
Lisa VEREERTBRUGGHEN (BE): Some Notes on Hardcore Techno
Reiko YAMADA (JPN): Beyond Absolute
Francois ZAIDAN (CA): The Articulation of Improvisation, Medium, Sound and Gesture: An Exploration

Das detaillierte Programm samt Zeitplan des Online-Symposiums finden Sie hier: PDF  (in englischer Sprache).

http://musicpoursoverthesense.net

Kurzbiographien der Organisatorinnen

Magdalena CHOWANIEC
ist Performerin, Choreografin, Musikerin, Kulturaktivistin und arbeitet derzeit als Senior Scientist an der Künstlerisch-Wissenschaftlichen Doktoratsschule der Kunstuni Graz. Durch ihre künstlerische Praxis und Forschung reflektiert sie über das Potenzial von Beziehungen in Musik und Bewegung als Werkzeuge des sanften Widerstands, der Reorganisation, der individuellen und kollektiven Transformation.

Die queer-feministische Künstlerin Veza FERNANDEZ experimentiert mit Tanz, Stimme und Performance. Dabei interessiert sie sich für das politische und poetische Potenzial des eklektisch-expressiven Ausdrucks und bewegt sich in verschiedenen Genres, Formaten, institutionellen und Unterground-Szenen. Sie wurde unter anderem 2015 mit dem danceWEB-Stipendium (ImpulsTanz Wien) und 2016 mit dem Preis für herausragende Künstler_innen der Stadt Graz ausgezeichnet. Derzeit ist sie am DAS-Masterprogramm für Choreographie in Amsterdam eingeschrieben, wo sie ihre Praxis der "chaotischen Polyphonie" entwickelt.