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Solidarität mit Budapests Universität für Theater- und Filmkunst!

#freeszfe; Foto: Wolfgang Hummer (bearbeitet)

Mit großer Sorge werden an der Kunstuniversität Graz die aktuellen Vorgänge an der Színház és Filmművészeti Egyetem (SZFE) – der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst – verfolgt. „Was hier passiert, bedeutet de facto das Ende universitärer Autonomie in Ungarn und eine ernsthafte Bedrohung für die Freiheit von Wissenschaft und Kunst“, so Rektor Georg Schulz. „Wir erklären uns solidarisch mit László Upo, dem zurückgetretenen Rektor der SZFE und seinem Team sowie mit den protestierenden Studierenden.“ Das Rektorat der KUG sieht durch den politisch gesteuerten Angriff auf die institutionelle Souveränität einer Kunstuniversität „auch für uns essenzielle Grundwerte der Gesellschaft gefährdet.“

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Solidarität mit den ungarischen Kolleginnen und Kollegen, deren Autonomie massiv bedroht wird: Diese Haltung bestimmt die Reaktionen in Rektorat und Kollegium der KUG (insbesondere am Institut Schauspiel), seitdem die Entwicklungen in Budapest bekannt wurden. Nach Aufhebung ihrer Autonomie war die Führung der SZFE geschlossen zurückgetreten, ein durch die Regierung eingesetztes Kuratorium hat die Befugnisse von Rektorat, Senat und Dekanat übernommen. Als Reaktion darauf wurde die Universität von Studierenden besetzt, die eine Rückkehr der universitären Autonomie und Wiedereinsetzung des Senats fordern.

„Wir wissen, wie wichtig die Freiheit von Kunst und Lehre für eine funktionierende Demokratie ist. In unserem Nachbarland wird diese Freiheit systematisch zerstört. Wir dürfen dem gegenüber nicht gleichgültig bleiben“, appelliert Sänger und KUG-Professor Holger Falk. Unter Berufung auf die „Wiener Erklärung“ vom 13. Dezember 2018 und mit Blick auf jüngere Ereignisse wie den erzwungenen Umzug der Central European University nach Wien oder den Entzug der Autonomie für die Ungarische Akademie der Wissenschaften hält das Rektorat der KUG fest: „Für ,akademische Freiheit und wissenschaftliche Integrität in Lehre und Forschung‘ einzustehen, wie in der ,Wiener Erklärung‘ gefordert, sollte selbstverständlich sein. Dass Studierende und akademisches Personal in Europa erneut für diese Werte, auf denen unser universitäres Wirken basiert, zu kämpfen haben, ist erschütternd. Wir versichern die Kolleginnen und Kollegen in Budapest unserer vollsten Unterstützung. Nur in Freiheit können Wissenschaft und Kunst leben, gelebt werden und erfolgreich Wirkung entfalten.“