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Staatspreis für Peter Ablinger

Peter Ablinger; Foto: Siegrid Ablinger, 1995

Der Komponist, ehemalige KUG-Jazz-Studierende und IEM-Gastkomponist Peter Ablinger erhält den Österreichischen Kunstpreis für Musik 2020.

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Der mit jeweils 15.000 Euro dotierte Österreichische Kunstpreis zählt zu den Staatspreisen der Republik. Er wird etablierten Künstlerinnen und Künstlern für ihr Gesamtwerk zuerkannt und jährlich vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport vergeben. Mit dem Preis werden sowohl ein facettenreiches Kunstschaffen, ein umfassendes Oeuvre als auch die kontinuierliche inhaltliche Weiterentwicklung in der künstlerischen Arbeit gewürdigt. 2019 ging der Kunstpreis für Musik an den Komponisten und KUG-Professoren Bernhard Lang, mit Gerd Kühr (2011) und Erich Kleinschuster (2012) wurden in der 10-jährigen Geschichte des Preises zwei weitere KUG-Künstler ausgezeichnet.

Der Österreichische Kunstpreis wird 2020 in den Sparten Bildende Kunst, Film, Kulturinitiativen, Künstlerische Fotografie, Literatur, Kinder- und Jugendliteratur, Medienkunst sowie Musik vergeben. Hinzu kommt der Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur.

Folgende Künstlerinnen und Künstler werden 2020 ausgezeichnet: Anna Jermolaewa – Bildende Kunst, Norbert Pfaffenbichler – Film, Renate Habinger – Kinder- und Jugendliteratur, esc – medien kunst labor – Kulturinitiativen,Inge Dick – Künstlerische Fotografie, Kathrin Röggla – Literatur,Hofstetter Kurt – Medienkunst, Susanne Kirchmayr (Electric Indigo) und Peter Ablinger – Musik. Elsa Prochazka wird mit dem Hans-Hollein-Kunstpreis für Architekturausgezeichnet.

Die Preisüberreichung findet im Rahmen eines Festakts am 24. November 2020 in der Wiener Hofburg im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen statt.

Über Peter Ablinger

Geboren 1959 in Schwanenstadt. Er absolvierte 1974–1976 eine Grafikausbildung an der HTL Linz und studierte von 1977–1979 Jazz-Klavier an der damaligen Musikhochschule Graz. Ab 1979 nahm er privaten Kompositionsunterricht bei Gösta Neuwirth in Graz, parallel dazu bis 1982 auch bei Roman Haubenstock-Ramati in Wien. Seit 1982 lebt Ablinger in Berlin als freischaffender Komponist. 1988 gründete er das Ensemble Zwischentöne. Die Auseinandersetzung mit unüblichen Instrumenten, Spielorten, Aufführungspraktiken und Notationsformen sind paradigmatisch für die Arbeit des Ensembles. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit initiierte und leitete er etliche Festivals. Gemeinsam mit Bernhard Lang, Klaus Lang, Nader Mashayekhi und Siegwald Ganglmair gründete er den Verlag Zeitvertrieb Wien Berlin und ist seit 2012 als Forschungsprofessor an der Universität Huddersfield tätig. Seit 2012 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

ablinger.mur.at

KUG-Student Philipp Gaspari erhält den „Preis der deutschen Orchesterstiftung"

Auch in Sachen KUG-Nachwuchsförderung gibt es Erfreuliches zu berichten: KUG-Student und Komponist Philipp Gaspari (*2001) wird bereits zum zweiten Mal in Folge mit dem „Preis der deutschen Orchesterstiftung“ ausgezeichnet.

​​​​​​​Philipp Gaspari (*2001) aus dem KUG-Lehrgang „Komponieren für Kinder und Jugendliche“ bei Helmut Schmidinger – der einzigen Kompositionsklasse dieser Art an einer Musikuniversität – erhält zum zweiten Mal in Folge den „Preis der deutschen Orchesterstiftung“ für sein Orchesterwerk „Ein kurzer Lichtblick“.