3 x Così fan tutte

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3 x Così fan tutte

erstellt am 11. September 2013

Drei Inszenierungen der Oper von W. A. Mozart am 19., 20. und 21. September 2013 en suite im MUMUTH der Kunstuniversität Graz

Das recreation-Orchester Graz unter Michael Hofstätter, Studierende und AbsolventInnen der Kunstuniversität Graz, der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler" und weitere Gäste bringen am 19., 20. und 21. September drei experimentelle Inszenierungen von Mozarts "Così fan tutte" auf die Bühne des Grazer MUMUTH. Die Regiearbeiten von Michael von zur Mühlen, Clara Hinterberger und Margo Zalite fassen die alte Kunstform Oper neu und gehen in dreimal ganz unterschiedlicher Weise mit dem großen Stoff der Mozartoper um.

Seit eineinhalb Jahren beschäftigt sich ein von Barbara Beyer geleitetes Forschungsprojekt an der Kunstuniversität Graz mit der Frage, welche Herangehensweisen an Oper jenseits gängiger Interpretationen noch denkbar sind. Wie lässt sich "Oper anders denken"? Musiktheater steht immer im Spannungsfeld zwischen "Hermeneutik", der interpretierenden Deutung der alten Texte, und  "Performativität", der lebendigen Präsenz der Ereignisse auf der Bühne. Die Inszenierungs-Experimente des Projektes sollen die Wechselwirkung zwischen beiden Pole neu ausleuchten. Gewohnte Deutungsmuster sollen aufgebrochen, Raum für ein unmittelbares und überraschendes Erleben geschaffen werden.

In der Arbeit von Michael von zur Mühlen wird die Auseinandersetzung der Darsteller mit dem Stück und mit sich selbst aus einer stilisierten Wohnung per Live-Video übertragen. Wie im Da-Ponte-Stück geht es um das Experiment mit menschlichen Gefühlen, doch verlässt diese Inszenierung den Handlungsverlauf und löst die Figurenkonstellationen auf. Das Spiel der Paarbeziehungen wird mit dem "Così fan tutte"-Personal weitergeschrieben und die Formen der Selbstdarstellung mit heutigen Mitteln zugespitzt.

Margo Zalite bringt ein Ritual in Gang, eine Maschine aus der die Mozart-Musik erklingen und womöglich ganz neu gehört werden kann. Bühne und Zuschauerraum werden zu einem Labor in dem das Experiment nicht nur dargestellt wird, sondern tatsächlich stattfindet: Wie lassen sich die Affekte manipulieren, die Beziehungen spalten?

Die Inszenierung von Clara Hinterberger konfrontiert die traditionelle, klassische Umsetzung der Oper mit der Realität der SängerInnen und ihrer Biographie. Auf einer weiteren Ebene ist das reale Leben der Stadt Graz zugeschaltet. Auch klanglich wird Mozart an manchen Stellen mit neukomponiertem Material  überschrieben (Komposition: Anna Kropfelder). Dem Publikum steht die Möglichkeit offen, selbst vielfältige Bezüge zu herzustellen.

Am 25., 26. und 27. Oktober werden die drei Inszenierungen auch in Berlin zu sehen sein, auf der neueröffneten kleinen Bühne der Deutschen Oper. Unter der musikalischen Leitung von Moritz Gnann spielt hier das Orchester der Universität der Künste (UdK). Flankiert werden die Aufführungen in Berlin von einem Symposion  zum Thema "Zukunft der Oper" vom 24. bis 27. Oktober. 

Die Produktionen und das gesamte Projekt werden u. a. gefördert vom österreichischen FWF (Fonds für Wissenschaftliche Forschung), dem Förderkreis der Deutschen Oper Berlin e. V, dem Nationaltheater Weimar, der Deutsche Bank Stiftung und der Aventis Foundation.


Premieren in Graz:
Zeit: 19., 20. und 21.9.2013, 19.00 Uhr
Ort: György-Ligeti-Saal, Lichtenfelsgasse 14, 8010 Graz
Zählkarten: Veranstaltungsabteilung der KUG, Telefon +43 316 389 1330

 

Musikalische Leitung: Michael Hofstetter
recreation – Großes Orchester Graz

 

Inszenierungen: 19.9. Michael von zur Mühlen / Christoph Ernst; 20.9. Margo Zalite / Martin Miotk, 21.9. Clara Hinterberger / Anika Söhnholz

 

Künstlerische Gesamtleitung: Barbara Beyer

 

Einführung zu Vorstellungen: 18.30 Uhr, Foyer MUMUTH, Lichtenfelsgasse 14, 8010 Graz
19.9. Barbara Beyer, 20.9. Roman Lemberg und 21.9.Susanne Kogler

Gespräch mit den Mitwirkenden: Nach der Vorstellung, Foyer MUMUTH, Lichtenfelsgasse 14, 8010 Graz

Premieren in Berlin:

Zeit: 25., 26. und 27.10.2013, 19.00 Uhr
Ort: Tischlerei der Deutschen Oper, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin
Karten: Deutsche Oper Berlin (Telefon +49 30 343 84 343, E-Mail:
info@deutscheoperberlin.de)

 

Musikalische Leitung: Moritz Gnann
Symphonieorchester der UdK Berlin

 

Inszenierungen: 25.10. Clara Hinterberger / Anika Söhnholz; 26.10. Margo Zalite / Martin Miotk; 27.10. Michael von zur Mühlen / Christoph Ernst

 

Künstlerische Gesamtleitung: Barbara Beyer

Symposion „Die Zukunft der Oper“
Zeit: 24. - 27.10., Parkettfoyer der Deutschen Oper Berlin

Unterstützt vom österr. Fonds für wissenschaftliche Forschung (FWF). Gefördert durch die Aventis Foundation, die Deutsche Bank Stiftung, das Nationaltheater Weimar.

In Kooperation mit der Kunstuniversität Graz, der Deutschen Oper Berlin, der Musikhochschule "Hanns Eisler" Berlin und der Universität der Künste Berlin.


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