Die Kunstuniversität Graz trauert um Wolfgang Suppan

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Die Kunstuniversität Graz trauert um Wolfgang Suppan

erstellt am 07. Mai 2015

Em. o. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Suppan war von 1974 bis 2001 ordentlicher Professor sowie Institutsvorstand für Musikethnologie an der Kunstuniversität Graz. Als international hoch geschätzter Wissenschaftler verantwortete er maßgeblich den exzellenten Ruf, den sich Graz im Bereich der Blas- und Volksmusikforschung erarbeiten konnte.

( * 5.8.1933 in Irdning  †4.5.2015 in Graz)

Seine musikalische Ausbildung erhielt Wolfgang Suppan an der Landesmusikschule und am Steiermärkischen Landeskonservatorium in Graz, er promovierte 1959 an der Karl Franzens Universität Graz im Fach Musikwissenschaft und wurde 1961 musikwissenschaftlicher Referent im Institut für ostdeutsche Volkskunde in Freiburg im Breisgau. Bereits mit dreißig Jahren war Suppan Direktor der Musikabteilung am Deutschen Volksliedarchiv, wo er 1971 zum Oberkonservator ernannt wurde. Im selben Jahr habilitierte er sich für das Gesamtfach Musikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, 1973 trat er eine außerplanmäßige Professur für das Fach Musikwissenschaft an. Im Jahr darauf wurde er als ordentlicher Professor für Musikethnologie nach Graz berufen. Er wirkte hier bis zu seiner Emeritierung am 30.09.2001 auch als Institutsvorstand.

Schwerpunkte in Suppans wissenschaftlicher Tätigkeit waren die Blasmusikforschung, die europäische Volksmusikforschung, die Musikanthropologie und die steirisch-landeskundliche Musikforschung. Gastprofessuren und Lehrstuhlvertretungen in Frankfurt am Main, Göttingen, Aarhus (Dänemark), Salzburg, Innsbruck, Bar Ilan (Israel), Columbia (New York), Austin (Texas) und Bloomington (Indiana) sowie eine Lehrbefugnis für Vergleichende Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz unterstreichen die hohe Anerkennung, die seine Forschungsarbeit weltweit genoss.

Unter den zahlreiche Publikationen Wolfgang Suppans sind besonders hervorzuheben: das Steirische Musiklexikon (1962), das Lexikon des Blasmusikwesens (1973), das große steirische Blasmusikbuch (1981), Blasmusikforschung seit 1966 (2003), Blasmusik in der Steiermark. Ein Beitrag zur landeskundlichen Musikforschung (2010).

Wolfgang Suppan wurde 1974 zum Präsidenten der Internationalen Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Blasmusik, von 1995 bis 1997 war er Präsident der World Association for Symphonic Bands and Ensembles. In Graz wirkte er zudem von 1995 bis 2001 als Präsident der Johann Joseph Fux Gesellschaft und von 1996 bis 2006 als Landesobmann des Steirischen Blasmusikverbandes.

 

 

Auszeichnungen: u.a. Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark (1978), Forschungspreis des Landes Steiermark (1984), Bundesverdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1994), das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1994). Ehrenbürger von Pürgg-Trautenfels


Kommentare:

Das Seminar "Blasmusikforschung" gehört zu meinen schönsten Studienerinnerungen.
Ruhe in Frieden.

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