Präsentation der Blauen Orgel

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Präsentation der Blauen Orgel

erstellt am 30. Juni 2017

Am 28. Juni 2017 wurde die von Kindern neu gestaltete nunmehr „Blaue Orgel“ von Rektorin Freismuth und Institutsvorstand Gunther Rost in der Bürgergasse 3 präsentiert.

Die neu gestaltete „Blaue Orgel“ von Orgelbau Walcker aus Niederösterreich stammt aus dem Jahr 1975 und gehört zum Instrumentenbestand des Instituts für Kirchenmusik und Orgel der Kunstuniversität Graz. Im Zuge von Raumsanierungen in den historischen Räumlichkeiten des Palais Schwarzenberg wurde das Instrument aus Platzgründen bei der slowenischen Orgelbaufirma Močnik zwischengelagert und teilweise auch saniert.  



Institutsvorstand Gunther Rost und die Grazer Künstlerin Sigi Hrad-Rynda – Leiterin und Gründerin der „Ersten Grazer Malschule“ – entwickelten gemeinsam die Idee, die Orgel, jetzt, da sie in Teile zerlegt ist, von Kindern bemalen zu lassen. Sigi Hrad-Rynda, deren Malschule bereits seit 1973 besteht, ist seit jeher Anlaufstelle für junge Künstlerinnen und Künstler, denen sie mit fachkundigem und kindgerechtem Expertinnenwissen zur Seite steht. Als Künstlerin selbst sehr aktiv, studierte sie an der Kunstgewerbeschule in Graz, an der Kunstakademie Wien, sowie in Paris und Rom.  



Beteiligt an der Mal-Aktion waren Schülerinnen und Schüler der Malschule sowie Kinder aus dem Grazer Lerncafé der Caritas Mariengasse in unmittelbarer Nähe zu Hrad-Ryndas Unterrichtsräumlichkeiten. Die Caritas Lerncafès sind ein kostenloses Lern- und Nachmittagsangebot für Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren, wo neben der außerschulischen Unterstützung vor allem das Miteinander über die verschiedenen Kulturen und Nationalitäten hinweg aktiv gelebt wird. Auch viele Kinder aus Familien von Flüchtenden nehmen daran teil und verbessern hier ihre Deutsch-Kenntnisse. Der Kunstuniversität Graz ist es ein Anliegen in diesem Kooperationsprojekt mit der Caritas als Schnittstelle für Integration, Interkulturalität und – in Bezug auf das sakrale Instrument der Orgel – auch Interreligiösität zu fungieren.


Die Bemalung erfolgte in „Enkaustik“, einer künstlerischen Maltechnik,  die ihre Blütezeit in der griechisch-römischen Antike erlebt.  Dabei werden in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen, im Fall der „Blauen Orgel“  auf dem Untergrund Holz, der vor der Bearbeitung großflächig aufgeraut werden muss.


Wunderwesen aus Natur, Alltagswelten, früheren und künftigen Zeiten tummeln sich vor leuchtend blauem Hintergrund. Die Kinder entwarfen eigenständig ihre Motive am Papier, die anschließend auf den Holzuntergrund übertragen und farbig ausgestaltet werden. Inhaltlich orientiert sich die phantastische Motivik am thematischen Rahmen eines gestern, heute und morgen.



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