Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Karlheinz Miklin

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Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Karlheinz Miklin

erstellt am 02. Dezember 2011

KUG–Professor für Saxofon-Jazz empfing Auszeichnung von Landeshauptmann Franz Voves

Das Land Steiermark zeichnete am 30. November mit Karl Heinz Miklin einen der bedeutendsten Jazzmusiker Österreich mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen aus. Miklin, der seit 1984 die Professur für Saxophon Jazz an der Kunstuniversität Graz innehält, erhielt die Auszeichnung aus den Händen von Landeshauptmann Franz Voves.


Die Auszeichnung von Karlheinz Miklin mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark ehrt einen Jazzmusiker, der zwar ursprünglich aus Kärnten stammt, aber ganz tief mit der Steiermark und hier vor allem mit Graz und der Grazer Jazzszene verbunden ist. Neben einem Germanistik- und Geschichte-Studium begann Miklin 1966 an der damaligen Grazer Akademie für Musik (später Hochschule, heute Kunstuni) Jazz-Saxophon zu studieren. Noch während des Studiums machte er sich zu einer 3-jährigen Konzerttour mit „Los Argentinos“, einer argentinischen Show-, Dance- und Jazzband, auf.  Damit war der Grundstein für Miklins bis heute andauernde „Liebe zur lateinamerikanischen Musik“ gelegt. 1975 schließt Miklin sein Musikstudium ab. Es vollzieht sich nahtlos der Rollenwechsel vom Schüler zum Lehrer, der erste Lehrauftrag an der Musikhochschule Graz folgt. Die Lehrtätigkeit gipfelte 1984 in der Ordentlichen Universitätsprofessur für Saxophon Jazz, die Miklin bis heute innehat.

Als Musiker und Jazzkomponist begleiten Karlheinz Miklin vor allem 3 Ensembles. Das 1978 gegründete Karlheinz Miklin Trio, dem heute neben Ewald Oberleitner (Bass) auch Karlheinz Miklin jr (Schlagzeug) angehört. Das Trio konzertierte bei bedeutenden Jazzfestivals und an wichtigen Jazzlokations in ganz Europa (u. a. in Saalfelden, Wiesen, Wien, Belgrad, Padua, Pancevo, Trencin, Athen, Bergamo, Izmir, Ankara, Kiew, …)

1984 wird Miklin zu Festivals nach Argentinien eingeladen. Dort lernt er die wichtigsten Jazzmusiker des Landes kennen. Miklin holt sie zu Konzerten nach Österreich. Die gemeinsamen Auftritte sind sofort sehr erfolgreich. 1988 entsteht daraus das Quinteto Argentina, mit dem Miklin bis heute im Zweijahresrhythmus durch Europa tourt. Aber auch in Argentinien – Miklins zweiter Heimat – ist das Quinteto sehr populär.

Das dritte Ensemble, das zum permanenten Wegbegleiter des Saxophonisten geworden ist, ist das Trio mit Ron McClure (Bass) und Billy Hart (Schlagzeug). Es sorgte in den USA mit Auftritten in New York City und Washington für Furore.

Neben der Zusammenarbeit mit diesen drei fixen Ensembles konzertierte Miklin mit so bedeutenden Musikern wie Albert Mangelsdorff, Art Farmer, Chuck Israels, Mark Murphy … bei Auftritten und Festivals in Brüssel, Barcelona,  Perugia, Warschau, New Delhi, Bombay und Grahamstown (Südafrika). Zahreiche LPs und CDs sind seit 1981 erschienen und markieren Miklins Entwicklung als Jazzmusiker.

Als Jazzpädagoge tritt Miklin nicht nur an der Grazer Kunstuni in Erscheinung sondern auch als Gastlehrer an Musikhochschulen in Köln und Basel, an der „Sibelius Academy“ in Helsinki, an der „Escola Superior de Artes“ in Porto, am „Berklee College“ in Bosten oder am „Cornish College“ in Seattle usw.  Milklins Credo als Lehrer ist es,  den Studierenden zu helfen, sich „individuell ausdrücken“ zu lernen. Sie müssten den „Weg selber suchen und finden“, auch wenn das mühsam ist und länger dauert. Man könne „aus einem Waserl keinen hippen Typen machen, aus einem schweigsamen keinen eloquenten“, ist Miklin davon überzeugt, niemanden umpolen zu können. (aus einem Interview mit Michael Tschida, Kleine Zeitung)


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