„I don’t think I am trying to commit suicide” Performance Now

Sujet; Foto: Michikazu Matsune, Courtesy des KünstlersdownloadFoto: Michikazu Matsune, Courtesy des Künstlers
Fotos | Videos | 1 von 1 |

„I don’t think I am trying to commit suicide” Performance Now

erstellt am 29. Mai 2019

KUWI Graz und Kunsthaus Graz beleuchten von 31. Mai bis 1. Juni 2019 den Stellenwert von Performance für die heutige Kunstpraxis. In einem In-Between-Projekt loten KünstlerInnen wie Michikazu Matsune, Barbis Ruder oder Klitclique die Grenzen zwischen Körper, Raum und Ökonomie aus.

31.05.-01.06.2019
Kunsthaus Graz
Eintritt frei!


Das Projekt „I don’t think I am trying to commit suicide.“ Performance Now wurde von den interuniversitären Kunstwissenschaften (KUWI Graz) – eine Kooperation der Karl-Franzens-Universität Graz, Kunstuniversität Graz und Technischen Universität Graz – und dem Kunsthaus Graz initiiert.

Das titelgebende Zitat dazu „I don’t think I am trying to commit suicide“ stammt von dem Künstler Chris Burden. Zweifellos beeinflusste das Ausloten und Überschreiten von Grenzen, wie es Burden und viele andere in den 1960er- und 1970er-Jahre praktizierten, spätere Generationen von Künstlerinnen und Künstlern nachhaltig. In der Performance geht es um das Hier und Jetzt in Echtzeit, wie es Marina Abramović ausdrückte. Befeuert von einer „Experience Economy“, in der das Handeln mit erinner- und erzählbaren Erfahrungen zum Wirtschaftszweig wurde, erfährt dieses Format heute im Kunstbetrieb eine enorme Popularität.

Bei freiem Eintritt überschreiten nun von 31. Mai bis 01. Juni 2019 im Kunsthaus Graz internationale KünstlerInnen wie Ron Athey und boychild, Klitclique, Georg Kroneis, Michikazu Matsune, Navaridas & Deutinger, Flora Neuwirth, Franz Reimer, Barbis Ruder, Milica Tomić künstlerische Grenzen und wandeln mit ihren Performances zwischen den Sparten der Künste.

Das vollständige Programm und weiterführende Infos siehe www.museum-joanneum.at

Kuratorisches Team:
Rosemarie Brucher (Kunstuniversität Graz), Sabine Flach (Karl-Franzens-Universität Graz), Anselm Wagner (Technische Universität Graz), Roman Grabner (BRUSEUM/Neue Galerie Graz), Katrin Bucher Trantow, Katia Huemer, Barbara Steiner (Kunsthaus Graz)

Auch die KUWI Graz Vortragsreihe „Performativität in den Künsten“ bezieht sich auf das oben angeführte Titelzitat von Chris Burden. Nicole Haitzinger von der Universität Salzburg wird am 13. Juni in ihrem Vortrag „Iokastes Töchter in den szenischen Künsten der Gegenwart“ in einer Art Verkehrung ernst nehmen. Einleitend werden zwei sich beinahe um das Ganze unterscheidende tragische Bühnentode vorgestellt: Iokastes Erhängen in Sophokles Oedipus Tyrannus und Iokastes Selbsttötung durch das Durchschneiden der Kehle in Euripides Phönizierinnen. Es handelt sich um eine Figur aus dem Mythos, deren Tod im attischen Theater nicht zufällig im Drama unterschiedlich profiliert wird. Schließlich werden Resonanzen von tragischen Bühnentoden erstens im Theater der Moderne und zweitens in szenischen Künsten der Gegenwart exemplarisch beleuchtet.

Iokastes Töchter in den szenischen Künsten der Gegenwart. Zu performativen Akten des Sterbens auf der Bühne und anderswo

Nicole Haitzinger (Universität Salzburg)

DO, 13.06.2019, 19.00 Uhr

Universitätsplatz 3/2 HS 01.22



Kommentare:

Kommentar verfassen:

* - Pflichtfeld

*

*
*

*