Kunst und Musik in der NS-Zeit - Veranstaltung abgesagt

Pamela M. Potter; Fotoquelle: University of Wisconsin-MadisondownloadFotoquelle: University of Wisconsin-Madison
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Kunst und Musik in der NS-Zeit - Veranstaltung abgesagt

erstellt am 04. Januar 2018

Was wir wissen und was wir zu wissen glauben. Ein Gastvortrag von Pamela M. Potter (University of Wisconsin-Madison)


Der Gastvortrag von Pamela M. Potter am 9. Jänner muss leider wegen reiselogistischer Gründe abgesagt werden. Wir bitten um Verständnis.

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Dienstag, 9. Jänner 2018, 16.15 Uhr
Reiterkaserne, Seminarraum EG 32

Eintritt frei

Was denken wir, wenn wir den Begriff „NS-Kultur“ hören? Allgemein hat man den Eindruck, sofern eine Kultur in der Nazizeit überhaupt existieren konnte, war sie auf Kitsch, Militarismus, Nationalismus, Überheblichkeit, Megalomanie, Fremdenhass und Rassismus begrenzt. Künstlerische Freiheit war tot, die begabtesten schöpferischen Männer und Frauen landeten wegen ihrer Religion, ethnischen Herkunft, politischen Einstellung oder sexuellen Orientierung im KZ, wurden gezwungen Deutschland zu verlassen, oder waren gezwungen – wenn sie sich trotzdem entschlossen, in Deutschland zu bleiben –, im „inneren Exil“ ihre schöpferischen Aktivitäten zu unterdrücken.

In den letzten 50 Jahren haben Historiker jedoch diese Schreckensvision des Kulturlebens in der Hitler-Zeit immer stärker angezweifelt. In ihrem Vortrag wird Pamela Potter näher betrachten, ob unsere groben Vorstellungen von Kunst und Musik in der Nazizeit überhaupt der historischen Wahrheit entsprechen. Wenn nicht, wollen wir wissen, wie es überhaupt zu diesem Missverständnis gekommen ist, und wie und warum wir nach einem besseren Kenntnisstand der Kultur der Nazizeit streben sollten.

Pamela Potter unterrichtet an der University of Wisconsin-Madison und ist unter anderem Autorin von „Die deutscheste der Künste. Musikwissenschaft und Gesellschaft von der Weimarer Republik bis zum Ende des Dritten Reichs“. In Ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Kulturleben Deutschlands im 20. Jahrhundert sowie mit jüdischer Musik und dem Einfluss deutscher EmigrantInnen auf das Musikleben in Amerika.

Stand und Perspektiven der NS-Forschung in der Musik

Eine Gastvortragsreihe des Universitätsarchivs in Kooperation mit dem Institut Oberschützen und dem Fachbereich Historische Musikwissenschaft der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz

archiv.kug.ac.at



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