Zukunftswerkstatt 2017

Zukunftswerkstatt 2017; Foto: Johannes GellnerdownloadFoto: Johannes Gellner
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Zukunftswerkstatt 2017

erstellt am 08. März 2017

Die jährliche Zukunftswerkstatt soll Lehrenden, Studierenden und interessierten Mitarbeitenden an der Kunstuniversität Graz Inspiration und Erfahrungsaustausch ermöglichen. Sie soll Einblicke in wesentliche und innovative Themen des aktuellen Kunstbetriebes und der dazugehörigen Ausbildung geben und zukunftsträchtige, berufsbezogene Tendenzen erlebbar machen. In diesem Jahr steht die Zukunftswerkstatt vom 14. bis 16. März 2017 im Zeichen von Improvisation in ihrer komplexen Vielfalt. Zum Abschluss ist am 16. März 2017 im abo@mumuth wieder das das Konzert „WERKSTÜCKE“ zu erleben.

14.-16. März 2017
Kunstuniversität Graz, Leonhardstr. 15

Es ist gelungen, für die ZUKUNFTSWERKSTATT 2017 hochkarätige internationale Gäste einzuladen, die sich darauf freuen, das Thema „Improvisation“ sowohl praktisch gemeinsam zu erproben als auch dessen Relevanz in Bezug auf die Entwicklung der Universität zu diskutieren. Die ZUKUNFTSWERKSTATT kann also ebenso dazu dienen, mit denjenigen vertiefend zu arbeiten, die bereits mit dem Improvisieren vertraut sind, wie auch dazu, Studierende und vielleicht auch manche Lehrenden neugierig zu machen – erste Erfahrungen in diesem Bereich zu ermöglichen und Impulse zu geben, es als ein interessantes Element für das eigene Musizieren zu erfahren.

Ergänzend dazu wird am 15. März um 18.00 Uhr mit „BACK TO THE EARS“ ein ganz besonderes – im europäischen Diskurs entwickeltes – Thema präsentiert: Improvisation als integrierter Bestandteil des Theoriecurriculums am Königlichen Konservatorium Den Haag in den Niederlanden. Karst de Jong und Bert Mooiman freuen sich auf die Diskussion mit allen Interessierten!


>> Das Programm der Zukunftswerkstatt (download)


INFORMATION UND ANMELDUNG

kunstvermittlung@kug.ac.at oder +43 316 389-1114
https://is.gd/zukunftswerkstatt

für KUG-Studierende anrechenbar als freies Wahlfach


Gäste der ZUKUNFTSWERKSTATT 2017 . IMPROVISATION

Ray Anderson; Foto: Sarah WeaverNeben der technischen Exzellenz in der Beherrschung des Instruments ist es die jeweilige Persönlichkeit die einen Künstler prägt und diesen wiedererkennbar macht. Genau diese Attribute machen Ray Anderson zu einem der meist gefragtesten Posaunisten weltweit. Bereits im Alter von 8 Jahren entschied sich Ray Anderson für die Posaune. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte er seine Musikalität und Virtuosität kontinuierlich weiter. Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er  bereits als Teenager in diversen Funk-Rock Bands. Bald schon wurde auch sein Interesse an der freien Improvisation und dem Free-Jazz geweckt. Als international gefragter Solist und Bandleader teilte er sich im Laufe der Jahre die  Bühnen dieser Welt mit zahllosen renommierten Musikern und ist auf unzähligen Aufnahmen verewigt. Ab dem Jahr 1987 spielte er in der „George Gruntz Concert Jazz Band“´, der er viele Jahre angehörte. (Benjamin Hrdina)


Peter (J.A.) van Bergen, Composer & Multi instrumentalist (reedinstruments, live electronics, computer ) is as well PhD Researcher at the University of Brussels and Royal Conservatory Brussels, Founder & Director of the International Institute For Improvisation and Founder/Director of the LOOS Foundation/Studio LOOS. He studied saxophone at the Royal Conservatory in The Hague with Leo van Oostrom andextended techniques with Evan parker. Since then he has been working in contemporary composed and improvised music, with or without electronics, and often interdisciplinary. Several composers have written compositions for him.  In 2000 he and the LOOS Ensemble were awarded the GENECOprize 2000 for exceptional contributions to contemporary composed Dutch music. In 1987 he received the Dutch Podiumprize for Jazz and Improvised Music. In 1985 he was awarded with LOOS, the Ooyevaer Prize for New Music from The City of The Hague.


Andreas Böhlen ist Blockflötist und Jazz-Saxophonist und sowohl im Bereich der alten Musik als auch der zeitgenössischen Musik und des Jazz tätig. Sein Spezialgebiet ist die Improvisation. Nach einem Blockflötenstudium in Bremen, Köln und Amsterdam folgten Studien der Musikwissenschaften in Bologna und historische Improvisation in Basel und Jazz-Saxophon am Amsterdamer Konservatorium und an der Jazzschule Basel. Als Leiter seiner eigenen Formationen Theatrum Affectuum, Satyr’s Band, Andreas Böhlen Band und Crank, als Mitglied verschiedener Kammermusikformationen und Bands und in Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern konzertiert er in ganz Europa, Japan, USA und Australien. Der mehrfach internationale Preisträger produzierte ebenso für internationale Fernseh- und Radiosender als auch zahlreiche CDs - darunter La meraviglia parlante, Satyr’s Band, Airborne, Windgesang, Cruise und Most ravishing things.  Er lehrt als Professor für Blockflöte an der Kunstuniversität Graz. Siehe auch www.andreasboehlen.com


Karst de Jong studied Classical Piano with Geoffrey Douglas Madge and Music Theory with Diederik Wagenaar, Ineke Kien and others at the Royal Conservatoire of The Hague. Shortly after finishing his studies he was appointed as a professor of music theory at the Conservatories of Amsterdam and The Hague, specializing in the relationship between musical analysis, interpretation and performance. In 2003 he was appointed professor of composition techniques and improvisation at the ESMUC (Escola Superior de Música de Catalunya) in Barcelona. Since then he pursues to make the practice and teaching of improvisation an integral part of the curricula in higher music education. Karst de Jong has given concerts with piano-solo improvisations in Europe, the US, China and Japan and taught master classes at many international festivals and institutions. He released two CD’s with piano-solo improvisations: "Improdisiac I & II". Karst de Jong currently lives in Barcelona.


J. Kenny; Foto: CarnyxTrombonist and composer John Kenny is not only a professor at both the Guildhall School of Music and Drama in London and The Royal Conservatoire of Scotland - he also works extensively with improvisation and early music and is particularly active in collaboration with dance and theatre.  As a member of the European Music Archaeology Project (EMAP) he became the first person for 2000 years to play the great Celtic war horn known as the carnyx. He now lectures and performs on the carnyx internationally in concert halls and on radio, television and film.  John Kenny was the recipient of the International Trombone Association’s Lifetime Achievement Award – only the second British Trombonist ever to be accorded this honour. Please visit: www.carnyxscotland.co.uk


P. Koek; Foto: Sanne DondersDer Schlagzeuger und Regisseur Paul Koek war nach seinem Studium Schlagzeug am Königlichen Konservatorium in Den Haag Mitglied von vielen Ensembles wie Hoketus, LOOS, Theaterensemble De Appel und Theaterensemble Amsterdam. Mit Hollandia von Johan Simons verband ihn eine langjährige Zusammenarbeit, bis er 2003 die Veenfabriek,gründete - ein dynamisches Musiktheaterensemble, mit dem Paul Koek als Regisseur in verschiedensten Formen und Zusammensetzungen arbeitet. Dabei sind für ihn die Arbeit an Orten außerhalb des Theaterraumes und elementare Musikalität wesentliche Elemente seines Schaffens. Das neue Masterstudium T.I.M.E. (This is Music-theater Education ) am Königlichen Konservatorium  Den Haag basiert auf einer Idee und Initiative von Paul Koek und Peter Slangen in Verbindung mit der Veenfabrik. Im November 2009 wurde Paul Koek für seine Arbeit mit dem Prins Bernhard Cultuurfonds Theaterpreis geehrt.


The French double bass player, improviser and composer, Joëlle Léandre is one of the dominant figures of the new European music. Trained in orchestral as well as contemporary music, she has played with l’Itinéraire, 2e2m and Pierre Boulez’s Ensemble Intercontemporain. Joëlle Léandre has also worked with Merce Cunningham and with John Cage, who has composed especially for her – as have Scelsi and about 40 composers. As well as working in contemporary music, Léandre has played with several of the great names in jazz and improvisation, such as Derek Bailey, Anthony Braxton, George Lewis and so many others… She has written extensively for dance and theater, and has staged a number of multidisciplinary performances. She got the DAAD at Berlin, is welcomed as artist resident at Villa Kujiyama (Kyoto) and is Visiting Professor at Mills college, Oakland, CA, Chaire Darius Milhaud, for improvisation and composition. Her work as a composer and a performer has put her under the lights of the most prestigious stages of Europe, the Americas and Asia. Joëlle Léandre has about 150 recordings to her credit.


Angelika Luz war nach ihrer Ausbildung an der Musikhochschule Stuttgart als Koloratursopranistin an verschiedenen Bühnen Europas engagiert. Auftritte bei allen wichtigen Festivals der Neuen Musik mit über 150 Uraufführungen, zahlreiche Rundfunk- und CD- Aufnahmen. Zusammenarbeit  u.a. mit ensemble recherche, Ensemble Modern und Klangforum Wien. Mit den Neuen Vocalsolisten war sie bis 2006 verbunden. Professur für Gesang/Neue Vokalmusik und Leitung des „Studios für Stimmkunst und Neues Musiktheater“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Als Dramaturgin und Regisseurin hat sie über 40 Produktionen von der klassischen Oper bis zu freien szenischen Arbeiten zeitgenössischer Kunst erarbeitet.
www.angelika-luz.de


Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater an der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart zeichnet sich durch die regelmäßige Erarbeitung interdisziplinärer Produktionen aus, bei denen Studierende aus den Bereichen Gesang, Sprache, Instrumente, Komposition, Medien und Theater beteiligt sind. In der Zusammenarbeit mit Galerien, mit Bibliotheken, mit Kirchen und Veranstaltern in Stuttgart und in der Region entstanden Programme wie Szenisches Lied mit Figurentheater, Musiktheater mit Uraufführungen junger KomponistInnnen, Performances mit Elektronik im Bankenviertel oder minimal music und breakdance in mehreren Kirchen des Landes.


The Dutch pianist, organist, improviser and music theorist Bert Mooiman studied at the Royal Conservatoire in The Hague, The Netherlands. He took his certificates as a solo pianist and organist cum laude, and received the prestigious Fock-medal for his extraordinary artistic achievements. In 2003 he finished his studies as a music theorist with a paper on the relation between the work of O.Messiaen and French tonal harmony, which was rewarded with the Martin J. Lürsen – prize. The performances of Bert Mooiman encompass piano recitals, chamber music, solo concerts with orchestra, organ recitals and basso continuo playing. His repertoire ranges from the earliest music for keyboard to the most recent compositions. Bert Mooiman frequently publishes about theoretical subjects, and delivered papers at conferences of the Dutch-Flemish Society for Music Theory and the German Gesellschaft für Musiktheorie. He gives guest lectures at Leiden University.


Anne-Liis Poll (PhD, professor at the Estonian Academy of Music and Theatre) has studied singing and received her degree in choir conducting at the Estonian Academy of Music and Theatre in Tallin. As soprano soloist she has appeared as in Bach`s Magnificat, Händel´s Messiah and Israel in Egypt, Mozart´s Mass in Cminor etc., while her chamber choir „Eesti Projekt” became rapidly a significant rival to Estonia`s best choir, winning the Grand Prix at the international choir festival „Tallinn `88”. Participating  in the ensemble PROimPRO there started a cooperation with Anto Pett  wich has played an important part in her life. Currently A.-L.Poll teaches singing and voice improvisation at the Estonian Academy of Music and Theatre drama department on her teaching method of voice and creativity - VOICE GAMES. She appears in many concerts in Estonia and abroad, gives a lot of voice improvisation masterclasses and has recorded several improvisations with different groups.

   
Petra Stransky ist Tänzerin, Musik- und Tanzpädagogin (Studium an der Kunstuniversität Mozarteum Salzburg), Choreografin (Masterstudium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden) und Logopädin. Tanz, Sprache und Musik in ihrer Beziehung zueinander und als persönliches Ausdrucksmedium inspiriert ihre künstlerische Arbeit und wissenschaftliche Recherche. Seit 2003 realisiert sie interdisziplinäre Projekte in Deutschland, Österreich und Brasilien und unterrichtet im Bereich Tanz-Sprache-Musik. Dabei gilt ihr besonderes Interesse der Improvisation als Technik, Kompositionsmittel und Bühnenpraxis. Die künstlerischen Projekte und Unterrichtstätigkeiten richten sich sowohl an Professionelle als auch an Laien.


F. Willeitner; Foto: Andrej GrilcFlorian Willeitner (25) ist ein vielfach ausgezeichneter deutscher Violinist, Komponist und Arrangeur. Er schuf Werke für namhafte Orchester, Festivals und Solisten, darunter das Tonkünstlerorchester Niederösterreich, das Musikfest Stuttgart, Starviolinist Benjamin Schmid oder Kontrabassvirtuose Georg Breinschmid. Seine Musik wird in renommierten Spielstätten und Festivals aufgeführt (Musikverein Wien, Großes Festspielhaus Salzburg, Classical:NEXT Festival, Heidelberger Frühling, Podium Festival Esslingen, Mattseer Diabelli Sommer, u.a.) Bei der International Zbigniew Seifert Competition 2016, einem der weltweit größten Wettbewerbe für Jazzstreicher, erspielte er den 2. Preis. Florian Willeitner ist Stipendiat der deutschen „Stiftung Cusanuswerk“.


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