signale graz Soirée

signale graz Soirée

erstellt am 28. Oktober 2019

signale graz Soirée mit Prof. Dr. Susanne Kogler und Angela McArthur am Montag, 28.10.2019 18:00 CUBE, IEM, Inffeldgasse 10/3

Die signale graz Soirées bilden seit dem Sommersemester 2013 ein Forum, in dem der Dialog zwischen den Instituten der KUG und anderen Grazer Universitäten gefördert wird, um so einen intensiveren Austausch der künstlerischen und wissenschaftlichen Projekte zu ermöglichen. Bei der Veranstaltung werden von den Gästen kurze Vorträge gehalten, in denen ihre aktuellen Interessen und künstlerischen oder wissenschaftlichen Forschungen dargestellt werden, was dann Anstoß zu gemeinsamen Diskussionen bietet.

Wir freuen uns, am kommenden Montag in diesem Rahmen Prof. Dr. Susanne Kogler und Angela McArthur begrüßen zu dürfen.

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Ao. Univ.-Prof. Dr. Susanne Kogler
Materialität – Gestik – Schrift oder »Das Geheimnis der wahren Interpretation«


Neben »Der getreue Korrepetitor« zählen Adornos Notizen zur Reproduktionstheorie wohl zu seinen am stärksten mit der musikalischen Praxis verbundenen Schriften. Nichtsdestotrotz behandeln sie zentrale Aspekte seiner Kunstphilosophie, wobei im Besonderen die Themen Musik und Sprache, Subjektivität und Objektivität sowie Naturbeherrschung im Vordergrund stehen.
Um die Aktualität von Adornos Reproduktionstheorie zu reflektieren, erscheint einerseits die Frage der Phrasierung und ihr Verhältnis zur Sinndarstellung in unterschiedlichen Formen neuer Musik nach wie vor wesentlich. Andererseits sind seine Überlegungen zur geistigen Dimension der Interpretation und zur Bedeutung des Hörens wichtig. Es stellt sich die Frage, inwieweit heutige Überlegungen zu Materialität, Gestik und Schrift Gedanken Adornos verwandelt wiederaufgreifen und fortsetzen.
Der Beitrag versucht in einem ersten Schritt, Adornos Vorstellungen von einer »wahren Interpretation« dingfest zu machen. Daran anschließend werden die diesbezüglich von Adorno genannten Ziele zu seinem philosophischen Gesamtwerk in Beziehung gesetzt. Der dritte Teil beschäftigt sich schließlich mit der Frage der Aktualität der zuvor herausgearbeiteten Aspekte – auch für die aktuelle musikalische und musikwissenschaftliche Praxis.

Susanne Kogler Kurzbiographie
Susanne Kogler studierte Klassische Philologie und Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität und Musikpädagogik an der Kunstuniversität Graz (Mag. art. 1994,  Promotion Dr. phil. 2001 zum Thema „Sprache und Sprachlichkeit im zeitgenössischen Musikschaffen“ (Universal Edition, 2003).
1996-2011wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Senior Scientist am Institut für Wertungsforschung bzw. Musikästhetik der Kunstuniversität Graz, 2010-2011 stellvertretende Leiterin des Zentrums für Genderforschung, seit 2012 Leiterin des Universitätsarchivs, seit 2018 Ao.Univ.Prof..
2012 Habilitation am Institut für Musikwissenschaft der Karl-Franzens-Universität zum Thema „Adorno versus Lyotard: moderne und postmoderne Ästhetik“ (Freiburg: Alber, 2014).
Zahlreiche Publikationen zur  Musikästhetik und Musikgeschichte des 19.-21. Jahrhunderts.
Lehrtätigkeit an Universitäten im In- und Ausland (Kunstuniversität Graz, Karl-Franzens-Universität Graz, New York City University, Université Paris 8, Universität Wien, Universität Klagenfurt, Universität Ljubljana).

Website: http://www.susannekogler.at/
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Angela McArthur
Gendering the ikosystem


The IKO might represent an archetypal pursuit of control, dominion and hyperreality - traits associated with patriarchal, hegemonic masculinity. Its military-like presence is affective. The response I had to it is evident in my work, created over 5 months during my artistic residency. This response was unplanned, visceral, and surprising. And yet the actant potential at work in the IKO created a system of communication which proved fertile, interesting, and nuanced, in a way which eco-materialism has theorised and eco-feminism has politicised. How did this symbol of masculinity interact with me - a female artist - in intimate and unexpected ways, to create a gendered ikosystem alive with subtle, fluid subjectivities, and structural components that were in flux and ambiguous? 


Angela McArthur was artist-in-residence at the Institut für Elektronische Musik (IEM) in Graz during since June 2019. She is a practitioner and PhD candidate, researching the aesthetics of distance in spatial sound for immersive environments. She's worked in studio, live and location environments, and her work draws from the technologies, perception and art of spatial sound, to tackle an intersection of the three. She draws from eco-feminist discourse about the natural environment, and non-human ontologies. She is currently focused on spatial listening as aesthetic practice. She co-produced a Sheffield Docfest-shortlisted VR film in 2017, is working with a US-based geo-scientist's infrasonic sound for an upcoming installation, and has had recent exhibits at Ars Electronica (in collaboration with the BBC), and Tate Modern (in collaboration with Nathaniel Mann).

Website: http://angelamcarthur.com/


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