Richard Wagner und der Sängernachwuchs

Richard Wagner und der Sängernachwuchs

erstellt am 15. Juni 2016

Tagung + Workshop vom 29.9. - 1.10. 2016 an der Kunstuniversität und der Grazer Oper

Richard Wagner (1813-1883) ist bekanntlich ein Komponist nicht nur für die große Geste, sondern anscheinend auch für die große Stimme. Er hat sich mehrfach über den Gesangsunterricht geäußert und sogar an die Gründung einer Gesangsausbildung gedacht, um Sänger auf seine Musiktheaterwerke und deren Anforderungen vorzubereiten. Ein Beispiel dafür hat es bei den ersten Bayreuther Festspielen gegeben, wo die Sänger ein Jahr vorher schon für Vorbereitung und Einstudierung nach Bayreuth gereist sind (unentgeltlich).

 

  • Was sind nun die stimmlichen Ansprüche seiner Musik, was die technischen Anforderungen?
  • Was hat dieser Komponist Gesangsstudierenden zu bieten? Wie kann ein junger Sänger sich auf Wagner vorbereiten?
  • Was sind die ästhetischen Ansprüche seiner Musik, wie kann man Sänger auf Wagner vorbereiten?
  • Wie wurde Wagner über die letzten zwei Jahrhunderte gesungen, und was sind die Diskrepanzen?

 

Anhand von Vorlesungen, Diskussionen und Künstlergesprächen aber – weil an einem Gesangsinstitut auch die praktische Umsetzung wichtig ist – auch anhand von Workshops und Meisterkursen, werden die Fragen um die Besetzungen von Wagners Opern erörtert und diskutiert. Und es werden Ansätze gesucht für Lösungen dieser Probleme und Vorschläge für die Entwicklung eines Programms zur Förderung des Nachwuchses.

 

Zeitraum:                  
29., 30. September, 1. Oktober 2016

 

Ort und Raum:        
Kunstuniversität Graz - Florentinersaal, Kleiner Saal
Grazer Oper  - Galeriefoyer, Probebühne


Tagungsleiter:
Univ. Prof. Dr. Tom Sol

 

Zielgruppe:
Alle, denen der Nachwuchs an Sängerinnen und Sängern für die musikdramatischen Werke Richard Wagners ein Anliegen ist: in der Ausbildung wie in der Praxis, auf der Bühne wie im Zuschauerraum, darstellend/auftretend, (mit-)gestaltend, darüber schreibend oder einfach aktiv genießend.

 

Gäste:
Künstlergespräche mit den Sängerinnen KS. Anja Silja und Johanni van Oostrum, Workshops mit Tenor Frank van Aken und Dirigent /Coach Peter Berné.

Vorträge von und Diskussionen mit Stephan Mösch, Dimitra WillWolfram Seidner, Karin Martensen, Michael Rot, Ulf Bästlein, Boris Brinkmann, Andreas Dorschel, Christa Brüstle, Tom Sol und Victor Nefkens.



Themen u. a.:

* Der Weg zum Wagner-Repertoire - Chancen und Risiken in der Gesangsausbildung

* Betrachtungen zur Frage: Ist "Wagner-Gesang" lehr- oder lernbar?

* Canto Spianato? Wagners Komponieren für Stimme.

* Gibt es eine Physiologie des Wagnergesanges?

* Die Entwicklung des Wagnergesanges im Kontext gesangspädagogischer Traktate

* Richard Wagner: Über Schauspieler und Sänger

* Das historische Instrumentarium Wagners und sein Einfluss auf die vokalen Anforderungen und Leistungen

* Wagner-Gesang: Diskurse, technische Ästhetik und ihre biografischen Folgen

* From Bearskin to Men's Suit: The Changing Looks of Wagner Singers during the 20th Century

 

Anmeldung:

https://www.kug.ac.at/service/service/onlineformulare/symposium-richard-wagner-und-der-saengernachwuchs.html

 

Korrespondenz:

wagner-symposium@kug.ac.at

 

Programm (vorläufig):

28.09.2016      Grazer Oper 17.30 Uhr Vorstellung „Tristan und Isolde“

 


29.09.2016 Florentinersaal

09.00 Uhr       Eintreffen und Kennenlernen

10.00 Uhr       Eröffnung:

10.15 Uhr       Keynotevortrag: Wolfram Seidner (Berlin): „Gibt es eine Physiologie des

                      Wagnergesanges?“  

11.15 Uhr       Pause                                                 

11.30 Uhr       Vortrag: Ulf Bästlein (Graz): "Was soll das sein? - Verdammtes Schreien!"

                      Betrachtungen zur Frage: Ist "Wagner-Gesang" lehr- oder lernbar?

12.10 Uhr       Vortrag: Boris Brinkmann (Graz):  „Das historische Instrumentarium Wagners und sein

                       Einfluss auf die vokalen Anforderungen und Leistungen“

13.00 Uhr       Mittagspause                                     

14.00 Uhr       Künstlergespräch mit Sopranistin Johanni van Oostrum     

15.00 Uhr       Pause                                                 

15.15 Uhr       Workshop mit Johanni van Oostrum

17.15 Uhr       Diskussionsrunde I

18.15 Uhr       Pause

19.30 Uhr       Grazer Oper „La Traviata“ (Wiederaufnahme)



30.09.2016      Florentinersaal

10.00 Uhr       Eröffnung

10.15 Uhr       Keynotevortrag: Stephan Mösch (Karlsruhe)

                       "Canto Spianato? Wagners Komponieren für Stimme."

11.15 Uhr       Pause                                     

11.30 Uhr       Vortrag: Dimitra Will (Bayreuth): „Die Entwicklung des Wagnergesanges im Kontext

                      gesangspädagogischer Traktate“

12.10 Uhr       Präsentation: Tom Sol (Graz): „Ergebnisse der Umfrage nach persönlichen Erfahrungen
                      mit den musikdramatischen Werken Richard Wagners“

13.00 Uhr       Mittagspause             

14.00 Uhr       Vortrag: Karin Martensen (Detmold): „Wagner-Gesang: Diskurse, technische Ästhetik
                      und ihre biografischen Folgen“

15.00 Uhr       Pause                                     

15.15 Uhr       Workshop mit Peter Berné (Berlin)

17.15 Uhr       Diskussionsrunde II

18.15 Uhr       Pause

20.00 Uhr       Grazer Oper, Galeriefoyer: Künstlergespräch mit KS Anja Silja

                       Moderation: Stephan Mösch

01.10.2016     Studiobühne der Grazer Oper

10.00 Uhr       Eröffnung

10.15 Uhr       Keynotevortrag: Michael Rot (Wien): „Der Weg zum Wagner-Repertoire - Chancen und

                      Risiken in der Gesangsausbildung"

11.15 Uhr       Pause             

11.30 Uhr       Vortrag: Andreas Dorschel (Graz/Wien): „Richard Wagner, Über Schauspieler und

                       Sänger“

12.10 Uhr       Vortrag: Victor Nefkens (Graz/Utrecht): “From Bearskin to Men's Suit: The Changing

                       Looks of Wagner Singers during the 20th Century”

13.00 Uhr       Mittagspause                                     

13.45 Uhr       Workshop mit Tenor Frank van Aken   

15.30 Uhr       Pause                         

15.45 Uhr       Diskussionsrunde III und Abschluss des Symposiums

16.30 Uhr       Einführung Tristan und Isolde (Galeriefoyer der Grazer Oper)

17.00 Uhr       Vorstellung „Tristan und Isolde“ an der Grazer Oper

 

 

 

 


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