Auch Schauspielern gibt man den Gnadenschuss

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Auch Schauspielern gibt man den Gnadenschuss

erstellt am 13. April 2015

Künstlerkomödie von Ed. Hauswirth und Ensemble ab 22. April im Theater im Palais

Im Zentrum der Produktion „Auch Schauspielern gibt man den Gnadenschuss“ steht die Reflexion der Darsteller/innen über ihre eigene Arbeit und ihren künftigen Beruf. Die theatrale Montage entsteht unter Einbindung von Film, Musik, Recherche-Interviews mit Schauspiel-AbsolventInnen und improvisiertem Material. 

Ausführende: Schauspiel-Studierende des 3. Jahrgangs
Regie: Ed. HAUSWIRTH
Bühnenbild/Kostüme: Christina STEINBÖCK (Studierende Bühnengestaltung)
Musik: Studierende/r von Sandy LOPICIC

Premiere: 22.04.2015, 19:30, Theater im Palais
Weitere Termine: 23., 24. u. 25.04.2014

Für die aktuelle Produktion des Schauspiel Institutes der Kunstuniversität Graz (KUG) konnte Nestroy-Preisträger Ed Hauswirth (Beste Off-Produktion 2014) gewonnen werden. Mit den Studierenden hat er eine Stückentwicklung auf der Folie von Sidney Pollacks Film „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ ausgearbeitet.

Regisseur Ed. Hauswirth zum Stück:

Ein sogenannter Call. Man kann Rollen in einer Theaterinszenierung nach Sidney Pollacks „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ bekommen, die Ausschreibung ist für den ganzen deutschen Sprachraum, alles was man tun muss: ein gutes Demovideo schicken.

 

An diesem Abend sehen wir eine Gruppe angehender Jungschauspieler/innen, die das versucht. Aber anders, sagen sie. Gerecht soll es sein. Den internen Wettbewerb soll man nicht spüren, als Kollektiv will man erscheinen. Sollen doch die entscheiden, die das sehen. Wir sind Teil einer besseren Welt.

 

Etwas später ist alles etwas anders, denn die neoliberale Leistungsgesellschaft fördert bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und bestraft andere. Die Konsequenz des Wettbewerbs ist die Show. Und die Show muss gemacht werden. Beziehungen, menschlicher Kontakt müssen da zurückstehen. Es geht um die gnadenlose Performance. Diese Kräfte wirken auch in unser Setting. Die Gruppe verändert sich, aber auch die Personen.

 

So entsteht ein Demovideo für ein kapitalismuskritisches Stück, produziert unter der Wirkung der Marktkräfte auf Menschen, die sich altersgemäß um Erotik und ums Fortpflanzen kümmern sollten. Aber wahrscheinlich einige Zeit noch nicht dazu kommen werden. Weil das Haifischbecken zu gut besiedelt ist. Aber wer wird dann die Pensionen bezahlen; auch deine, Publikum?


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